Positive Reaktionen aus der Liga
Schalke gibt Gas und platzt vor Stolz

„Auf Schalke“ rollt der Rubel. Die Gelsenkirchener erschließen mit dem russischen Partner opulente neue Finanzquellen. Dass ausgerechnet Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder als Ehrenmitglied des Revier-Rivalen Borussia Dortmund den spektakulären Sponsoring-Coup angeschoben hat, stört keinen. Für die Verwendung des Geldes hat Aufsichtsratchef Tönnies klare Prioritäten.

dpa DRESDEN. Stolz genossen Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies und der 1. Vorsitzende Gerhard Rehberg in Dresden auf großer politischer Bühne ihre Audienz bei Russlands Staatspräsident Wladimir Putin, nachdem feststand, dass die Königsblauen aus Gelsenkirchen mit Rubel-Mill. Gas geben können.

„Das ist ein guter Tag für Schalke“, sagte Tönnies, für den sich mit den Millionen, die der russische Konzern Gazprom als größtes Erdgasunternehmen der Welt vom 1. Januar 2007 überweisen wird, „neue Dimensionen“ ergeben. 60 bis 66 Mill. Euro sollen es für fünfeinhalb Jahre minimal sein, bei sportlichen Erfolgen könnte es durch Prämien eine dreistellige Millionensumme werden. Doch an Spekulationen über die Summe beteiligten sich die neuen Partner nicht. Schalke-Geschäftsführer Peter Peters erläuterte lediglich, dass es „ein langfristiger Vertrag ist, der natürlich erfolgsabhängig ist“.

Doch noch in der Stunde der Euphorie wurden alle sachlich. „Wir bauen mit dem Geld weder Schulden ab noch kaufen wir dafür Spieler. Aber wir sind jetzt in der glücklichen Lage, uns von keinem Spieler aus finanziellen Gründen trennen zu müssen“, sagte Schalkes Finanzchef Josef Schnusenberg, den 195 Mill. Euro langfristiger Verbindlichkeiten plagen. Die Gazprom-Zuwendungen würden „ganz normal“ in den Haushalt des Fußball-Unternehmens fließen, ein Kaufrausch würde nicht ausgelöst.

In der „Sport Bild“ legte Tönnies indes andere Prioritäten fest. Und die lauten: Schuldentilgung. Das Verhältnis von Ausgaben und Einnahmen „kommt wieder in die Waage“, erklärte Tönnies. Sportlich werde nur bei Bedarf nachgebessert. Manager Andreas Müller: „Wir werden keinesfalls los gehen und sagen, wir kaufen jetzt den und den.“ Für das Wachsen einer Mannschaft „brauchen wir keine Weltstars“. Doch generell sei der Verein jetzt in der Lage, „langfristig powern zu können“, so Schnusenberg.

Seite 1:

Schalke gibt Gas und platzt vor Stolz

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%