Postbank über Borussia Mönchengladbach
„Sponsoring erhöht die Kaufbereitschaft“

Nahezu jeder Deutsche kennt die Postbank. Trotzdem wirbt das Institut bis 2020 mit dem Fußballklub Borussia Mönchengladbach. Aus gutem Grund, sagt Joachim Strunk: Wer das Sponsoring kennt, kauft lieber ein Geldprodukt.
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MönchengladbachDie Postbank hat Borussia Mönchengladbach schon unterstützt, als der Verein noch abstiegsgefährdet war. Von Anfang an habe der Klub sehr seriös gewirkt, erinnert sich Joachim Strunk, der das Fußballsponsoring in der Bank verantwortet. Dass die Fohlenelf, wie sie im Gedenken an die glorreichen Siebziger genannt wird, nun sogar in der Champions League spielt, ist ein besonderer Glückfall. Aber kein Grund für Übermut. Strunk bleibt auf dem Boden: Im Stadion selbst hat er nur eine kleine Loge. Wichtig ist ihm dagegen Sichtbarkeit. Nahezu überall im Borussia-Park ist sein Logo zu finden.

Herr Strunk, Ihre Bank finanziert den Fußball. Am Anfang standen viele Bälle und ein Weltrekord?
Das war 2005, im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006. Damals haben wir im Stadion von Borussia Mönchengladbach 142.000 gelbe Postbank-Bälle ausgelegt und sind damit sogar in das Guinness-Buch der Rekorde gekommen. Dass wir diese Aktion ausgerechnet im Borussia-Park umgesetzt haben, war im Nachhinein Fügung, tatsächlich aber Zufall – weil dort damals ein Länderspiel gegen Russland stattfand.

Was haben Sie mit den 142.000 Bällen gemacht?
An Kunden und Fans verteilt. Bei der WM sind die Bälle oft als Zugabe an Produkte gekoppelt worden. Heute setzen wir sie auch für PR-Aktionen ein, etwa auf der Postbank-Städtetour. Da begleiten wir die Borussia zu Auswärtsspielen, machen ein kleines Showprogramm in der Innenstadt und geben dafür jedes Mal tausend Bälle heraus.

Inzwischen gibt es eine ganze Ball-Kollektion. Warum das?
Seit 2004 begleitet uns der Ball. Er ist die Konstante in unserem Fußballengagement. Wir haben dabei die Entwicklung des Balldesigns bei Adidas mitvollzogen. Die Bälle sind etwas stylisher und moderner geworden. Mittlerweile gibt es sieben. Und nun auch das Weltmeisterdesign Brazuka, erstmals in Postbank-Gelb.

Warum hängt dieser Weltmeister-Ball noch nicht in Ihrer Borussia-Loge?
Weil er noch nicht offiziell im Borussia-Park eingeführt worden ist. Das machen wir zum Beginn der neuen Saison. Wie bisher werden dann nach jedem Heimsieg 250 Bälle ins Publikum geschossen.

Wie viele Bälle haben Sie dafür auf Lager?
Bei dem ersten Aufschlag haben wir 150.000 Bälle auf einmal bestellt. Das machen wir heute nicht mehr, das hängt vom jeweiligen Bedarf ab. Inzwischen bewegen wir uns über die Jahre in Richtung der zwei Millionen-Grenze. Von einigen Bällen gibt es jedoch gar nicht so viele. Von dem goldenen Ball zum Beispiel, das war unsere Geburtstagsedition 100 Jahre Postbank, wurde die kleinste Menge produziert. Die Auflage für diesen Ball haben wir bewusst begrenzt gehalten, damit es eine Rarität ist.

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