Poster präsentiert
Symbolischer WM-Anstoß von Blatter und Beckenbauer

Symbolischer Anstoß in feinem Zwirn, Art-Poster von internationalen Künstlern und großes Lob vom Fifa-Chef: Weltverbands-Präsident Joseph Blatter und Organisationschef Franz Beckenbauer den Countdown für die WM 2006 in Deutschland eingeläutet.

dpa MüNCHEN. Symbolischer Anstoß in feinem Zwirn, Art-Poster von internationalen Künstlern und großes Lob vom Fifa-Chef: Weltverbands-Präsident Joseph Blatter und Organisationschef Franz Beckenbauer den Countdown für die WM 2006 in Deutschland eingeläutet.

Genau ein Jahr vor dem Eröffnungsspiel des Fußball-Großereignisses spielten sich die Funktionäre 365 Tage vor dem ersten Anpfiff am 9. Juni 2006 vor leeren Rängen, aber zahlreichen Kameras im Münchner WM-Stadien gemeinsam mit versammelter Prominenz den Ball zu. "Es ist eine große Freude, in diesem Stadion sein zu dürfen", sagte Blatter.

Der Fifa-Präsident gestand, dass "es jetzt schon kribbelt" und gab den WM-Machern im Organisationskomitee (OK) vorab Bestnoten. "Eine höhere Effizienz als beim OK gibt es nicht. Es erleichtert, weil der Fußball in Deutschland so populär ist." Die WM in Deutschland werde Weg weisend sein für die nächsten 100 Jahre, betonte Blatter. "Wenn ich sehe, wie alle dahinter stehen, wird es eine WM der Freude sein", sagte der Schweizer. Beckenbauer nahm die Komplimente gerne entgegen und versprach eine perfekte Organisation bis zum WM-Start mit der Partie der deutschen Nationalmannschaft an gleicher Stelle. "Wir sind mit allen Projekten im Zeitplan, und das wird so bleiben", sagte Beckenbauer.

Mit einem gekonnten Hackentrick hatte der "Kaiser" auch die sportliche Vorlage des Fifa-Chefs im Mittelkreis der WM-Arena aufgenommen. Den Anpfiff für das "WM-1 Jahr"-Ereignis hatte Maskottchen Goleo VI vorgenommen. Auf dem Rasen tummelten sich neben Beckenbauer und Blatter auch jede Menge Prominenz aus Politik, Sport sowie Kultur und beteiligte sich mehr oder weniger enthusiastisch an dem improvisierten Spielchen. So liefen unter anderen Bundesinnenminister Otto Schily (SPD), Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff, Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Gerd Müller auf den Rasen.

Ein Jahr vor dem Beginn des zweitgrößten Sportereignisses der Welt in zwölf deutschen Städten stand aber noch eher die Kunst als der Sport im Vordergrund. In Anwesenheit von Schily wurden 14 Art-Poster präsentiert, die vor und während der WM verkauft und zudem in mehreren Weltmetropolen von New York bis Paris, Madrid und London ausgestellt werden sollen.

"Wir wollten immer mehr bieten als eine deutsche Nabelschau. Es soll was aus der Welt zurückkommen nach Deutschland", sagte der künstlerische Leiter des WM-Kulturprogramms André Heller. Blatter betonte die Bedeutung über den Sport hinaus. "Der Fußball ist Bestandteil unserer Gesellschaft. Er ist nicht nur 'kicking the ball'. Er ist viel mehr als das, er ist ein Zeichen der Hoffnung", sagte Blatter.

Auch Beckenbauer lobte die Werke und stellte den Fußball in Zusammenhang mit Kunst. "Ich habe neulich Brasilien spielen, das war Kunst", sagte der "Kaiser". Bei einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten unter anderen Blatter, Beckenbauer und Schily über den Stand der Vorbereitungen. "Ich habe keine Anmerkungen und das ist ein Kompliment", sagte Blatter.

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