Fußball
Pound kritisiert erneut Fifa-Anti-Doping-Politik

Wada-Chef Richard Pound hat die Fifa erneut aufgefordert, die Regeln im Kampf gegen Doping einzuhalten. In letzter Konsequenz drohte Pound, Fußball aus dem olympischen Programm zu nehmen.

Wada-Chef Richard "Dick" Pound hat neuerliche Kritik an der Anti-Doping-Politik der Fifa geübt und den Druck auf den Fußball-Weltverband erhöht. Der Vorsitzende der Welt-Anti-Doping-Agentur hat die Fifa vor ihrem Kongress (11./12. September) in Marrakesch aufgefordert, die Regeln im Kampf gegen Doping einzuhalten. "Spätestens in Marrakesch müssen die notwendigen Korrekturen erfolgen. Die Zwei-Jahres-Sperre für Ersttäter muss die Regelsperre auch bei den Fußballern sein, sechs Monate reichen nicht", sagte Pound.

Der Wada-Code sieht für überführte Doper eine Mindeststrafe von zwei Jahren vor. Die Fifa beharrt jedoch auf der Einzelfallprüfung. Pound weiter: "Herr Schily (Bundesinnenminister Otto Schily, d.Red.) hat jetzt ein Problem. Was soll er der Fifa sagen? Okay, Sie halten die Regeln nicht ein, aber willkommen in Deutschland? Das geht nicht. Es wäre eine ganz schlechte Botschaft für Deutschland, unter diesen Voraussetzungen die WM auszurichten. Es ist für uns ein Problem, wenn der Veranstalter vom Grundsatz her sagt, die Anti-Doping-Regeln spielen für uns keine Rolle."

Fußball droht "Olympia-Rausschmiss"

Pound erneuerte seine Drohung, Fußball aus dem olympischen Programm zu nehmen: "Wir sagen auch dem Internationalen Olympischen Komitee, wenn sich eine Sportart nicht an die Regeln hält. Und wenn ein Sport nicht die Olympische Charta akzeptiert, ist die Folge klar: er wird nicht mehr im Olympischen Programm sein."

© SID

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