Premier League: Das Euro-Desaster des englischen Fußballs

Premier League
Das Euro-Desaster des englischen Fußballs

Die Premier League schwimmt im Geld. Doch in sportlichen Erfolg münzen englische Klubs dies nicht um. Akute Gefahr: Abstieg aus den Top drei in Europa. Eine Vorentscheidung fällt, wenn General van Gaal heute scheitert.

DüsseldorfDiese Bilanz ist ernüchternd: Mit acht Teilnehmern ist die englische Premier League in die aktuelle Europapokal-Saison gestartet. Zwei schieden bereits direkt in der Qualifikation für die Europa League aus. Sechs sind zwar noch immer dabei, doch deren Ausbeute in Champions und Europa League ist bisher mager – und nun droht mindestens zwei Teams der sportliche Brexit.

Das wäre extrem bitter für die stolzen Engländer, kurz- wie langfristig. Alle Ergebnisse der Landesvertreter fließen schließlich in die Fünfjahreswertung des europäischen Fußballverbandes Uefa ein. Wenn eine Liga in einer Saison schlecht punktet, kann dies noch Jahre später einen der begehrten Plätze in der Champions League kosten.

Dies droht der Premier League nun. Gemessen an den in dieser Saison gesammelten Punkten rutscht England von Beginn der Saison 2016/17 auf Platz vier im europäischen Ranking. Folge: Ab der Saison 2017/18 müsste die Premier League auf den dritten festen Startplatz in der Champions League verzichten.

Finanziell wäre das verkraftbar, da die englische Liga eigentlich kein Geld aus den europäischen Töpfen braucht. Ab der nächsten Saison verfügt die Premier League pro Jahr über mehr als vier Milliarden Euro aus TV- und Sponsorenverträgen. Doch die Außenwirkung wäre womöglich fatal: Wie bisher entscheiden sich wohl die besten Fußballer der Welt eher für Spanien, Italien oder Deutschland – und das nicht nur, weil in diesen Ländern das Wetter besser ist und weniger gespielt wird.

Hintergrund: Nur die drei besten Ligen in Europa erhalten in der Königsklasse drei feste und einen vierten Startplatz, für den man sich in einem Ausscheidungsspiel qualifizieren muss. Da Spanien in der Uefa-Wertung weit vor allen anderen liegt, konkurrieren drei Länder, Deutschland, England und Italien, um die begehrten Plätze zwei und drei in der Uefa-Rangliste.

Das Problem für England dabei: Die Serie A war in der Saison 2014/15 deutlich besser als die Premier League. Die herausragende Saison der Italiener mit Juventus im Finale der Champions League wirkt nun noch viele Jahre positiv in der Fünfjahreswertung. Dies gilt umso mehr, solange die Engländer in einer Saison nicht deutlich besser abschneiden als die Italiener.

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Es wird eng für englische Klubs

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