Premier League Klopp motzt, Guardiola spricht vom Karriereende

Schon zum Jahresstart zeigen Jürgen Klopp und Pep Guardiola in der englischen Premier League Nerven. Klopp motzt nach dem Remis gegen Kellerkind Sunderland. Und Guardiola gewinnt zwar, spricht jedoch schon vom Aufhören.
Kommentieren
Jürgen Klopp und Pep Guardiola sind mit dem jeweils ersten Spiel 2017 nicht zufrieden. Quelle: Reuters
Duell der Deutschen Meister

Jürgen Klopp und Pep Guardiola sind mit dem jeweils ersten Spiel 2017 nicht zufrieden.

(Foto: Reuters)

SunderlandDer eine ist frustriert, der andere gereizt. Für die ehemaligen Bundesliga-Meistertrainer Jürgen Klopp und Pep Guardiola hat das neue Fußball-Jahr in England schlecht begonnen, obwohl weder Liverpool noch Manchester City verloren haben. Für Klopp war das 2:2 seiner Reds gegen den Abstiegskandidaten AFC Sunderland eine gefühlte Niederlage. „Ich wirke wahrscheinlich nicht gerade wie der beste Verlierer der Welt“, sagte er nach dem unglücklichen Remis. „Aber damit hab ich kein Problem. Zwei Strafstöße gegen uns fühlen sich nicht gut an.“

Das hatte der Coach nach dem Abpfiff auch Schiedsrichter Anthony Taylor wissen lassen. In der Pressekonferenz entschuldigte sich Klopp später für seine schlechte Laune. Anders als Klopp hatte sein Kollege Guardiola sogar Grund zur Freude, nachdem Man City zu zehnt mit 2:1 gegen den FC Burnley gewonnen hatte. Doch der frühere Bayern-Coach war patzig und maulig und sprach im NBC-Interview bereits vom Aufhören. „Ich werde mit 60 oder 65 Jahren kein Trainer mehr sein“, sagte der 45 Jahre alte Katalane. „Ich nähere mich dem Ende meiner Karriere als Trainer, da bin ich sehr sicher.“

Klopp zeigt zwar keine persönlichen Ermüdungserscheinungen, doch moserte er weiter über die hohe Belastung für die Spieler in England. Dafür, dass der FC Liverpool die Chance verpasste, vorläufig auf drei Punkte an Tabellenführer FC Chelsea heranzurücken, machte Klopp den Spielplan mitverantwortlich. Weniger als 48 Stunden nach dem 1:0-Sieg gegen Manchester City wurde die Partie in Sunderland angepfiffen. „Ich bin mir nicht sicher, ob man nach dieser Pause besser spielen kann“, erneuerte der Liverpool-Trainer seine Kritik.

Die britische Boulevard-Zeitung „Mirror“ sah es ähnlich: „Liverpool hatte wenig Energie nach der Heldentat gegen Man City.“ Die Tageszeitung „The Times“ erkannte ein grundsätzliches Problem: „Das passiert zu oft bei Liverpool, auf einen Sieg im Topduell (...) folgt mangelnde Konzentration gegen schwächere Gegner.“ Obendrein stellte „Mail Online“ fest: „Ein 2:2-Unentschieden gegen das bescheidene Sunderland genügt nicht, wenn man Meister werden will.“

Droht dem BVB der Verlust von Batman und Robin?
Iñaki Williams zu Borussia Dortmund?
1 von 86

Sollte sich Pierre-Emerick Aubameyang wirklich aus Dortmund verabschieden, ist der BVB laut der spanischen Zeitung „Marca“ bereit, die Ausstiegsklausel für Athletic Bilbaos Iñaki Williams zu ziehen. Kostenpunkt: Stolze 50 Millionen Euro. Der Preis dürfte stehen: Seit 2009 verkaufte Bilbao mit Ander Herrera und Javi Martínez genau zwei Spieler. Und das keinen Cent unter der festgeschriebenen Ablöse.

Pierre-Emerick Aubameyang vor dem Abschied?
2 von 86

„Ich denke intensiv über einen Wechsel im kommenden Sommer nach“ – nach dieser Aussage beim französischen Radiosender RMC kann Borussia Dortmund Pierre-Emerick Aubameyang jedenfalls kaum vorwerfen, mit verdeckten Karten zu spielen. Der Gabuner wiederholte dabei seine Aussage aus der Vergangenheit, irgendwann „die nächste Stufe gehen“ zu wollen. Ein Gang, der ihn wohl weg aus Dortmund führen würde.

Pierre-Emerick Aubameyang vor dem Abschied?
3 von 86

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte zuletzt in der „Fußball Bild“ gesagt: „Für einen geplanten Abschied seinerseits gibt es Stand jetzt keine Indizien.“ Bei kicker.tv sagte der BVB-Chef vor gut einer Woche: „Wenn wir ein Angebot hätten, würden wir uns Gedanken machen. Es kommt aber auch darauf an, wo das Angebot herkommt.“ Und, welche Höhe das Angebot hat. Ab 80 Millionen Euro soll die Borussia angeblich Gesprächsbereit sein.

Doch wohin würde es den Stürmerstar wohl ziehen?
4 von 86

Auch dazu nahm Aubameyang schon Stellung: „Ich liebe die spanische Liga sehr. La Liga reizt mich sehr.“ Sein Ziel sei aber nicht zwangsläufig Real Madrid. Irgendwann für das „weiße Ballett“ zu spielen sei zwar „ein Traum“, es gebe aber „nicht nur Real im Leben“.

Marco Reus zu Arsenal London?
5 von 86

Arsene Wenger, Trainer der „Gunners“, ist bekennender Reus-Fan. Bereits in den letzten beiden Jahren hätte er den verletzungsgeplagten Nationalspieler gern auf die Insel geholt – im Sommer soll angeblich ein neuer Versuch folgen. Im Raum steht ein 60 Millionen Euro-Angebot. Wie auf der Insel üblich...

Marco Reus zu Arsenal London?
6 von 86

...locken die Londoner mit einem üppigen Gehalt. In Dortmund verdient Reus schätzungsweise neun Millionen Euro jährlich, bei Arsenal dürften es eher zwölf bis 13 Millionen sein. Doch all zu wahrscheinlich ist der Wechsel nicht. Erstens hat Reus in Dortmund gerade erst ein Haus gebaut, fühlt sich dort offenkundig wohl. Und zweitens ist ein Abgang Wengers aus London im Sommer nicht unwahrscheinlich.

Sven Ulreich
7 von 86

Seltenes Bild: Sven Ulreich im Tor des FC Bayern München, hier bei einem Champions-League-Auftritt. „Wenn sich die Gelegenheit ergibt, bei einem anderen Verein zu spielen, werde ich mich damit ernsthaft beschäftigen“, sagte der 28-Jährige. An Bayerns Nummer eins, Manuel Neuer, ist kein Vorbeikommen für ihn.

Vom Titel redet Guardiola derzeit nicht. Der frühere Bayern-Coach wirkte angeschlagen. Der „Telegraph“ stellte fest, Guardiola habe „sich angestrengt, um seine Anspannung durch seinen turbulenten Start im englischen Fußball zu verbergen“. Zuvor hatte der City-Trainer einem BBC-Reporter ein merkwürdiges Interview gegeben, in dem er überwiegend kurze, zynische Antworten gab. Angesprochen auf die Rote Karte für Manchesters Fernandinho, der für vier Spiele gesperrt wurde, blaffte Guardiola: „Fragen Sie den Schiedsrichter, nicht mich.“

Es war das siebte Rot für Man City in 30 Spielen unter Guardiola. „Wenn man hier mehr Ballbesitz hat, bekommt man wohl mehr Platzverweise“, rechtfertigte er sich und fügte sarkastisch hinzu: „Ich muss die Regeln hier in England erst begreifen.“ Ob er sich nicht über den Sieg in Unterzahl freue, hakte der BBC-Reporter nach, worauf Guardiola gezwungen lächelte. „Ich bin sehr froh, glauben sie mir. Ich bin sehr froh. Frohes neues Jahr!“

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Premier League - Klopp motzt, Guardiola spricht vom Karriereende

0 Kommentare zu "Premier League: Klopp motzt, Guardiola spricht vom Karriereende"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%