Pressekonferenz vor CL-Spiel
„Eine Frage zu Hoeneß und wir brechen ab“

Vor dem wichtigen Spiel gegen Barça würde der FC Bayern das Thema Hoeneß am liebsten ausblenden. Bei der PK verbat der Klub Fragen zur Steueraffäre seines Präsidenten. Trainer und Spieler werden abgeschottet.
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München/BerlinBeim FC Bayern zählt derzeit nur eins: das Halbfinalspiel gegen den Barcelona. In der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Duell hat sich der Club Fragen zur Steueraffäre von Uli Hoeneß verbeten. Pressesprecher Markus Hörwick wies die teilnehmenden Journalisten schon vor Beginn der Konferenz zurecht: „Ich möchte Sie im Vorfeld darüber informieren, dass wir dazu keinerlei Stellungnahme abgeben werden. Deshalb auch die Bitte an Sie, dass wir uns in dieser Pressekonferenz wirklich auf den Fußball, auf die Champions League, auf das Spiel Bayern gegen Barcelona konzentrieren. Wir werden wie gesagt keine Stellungnahme abgeben. Und das hat auch die Uefa angekündigt, dass sie im Falle, dass versucht wird über anderem Weg auf dieses Thema zuzugehen, wir möglicherweise die Pressekonferenz sogar abbrechen würden. Ich denke dazu kommt es sicherlich nicht". Spieler und Trainer wurden in der Vorbereitung auf das Duell gegen das Non-Plus-Ultra im Fußball von dem unliebsamen Thema abgeschottet.

Coach Jupp Heynckes und Kapitän Philipp Lahm sprachen bei der PK sowieso lieber von des Gegners und den eigenen Stärken. „Barça hat Spieler mit viel Fantasie, mit einer außergewöhnlichen Klasse. Deswegen muss man bei jeder Situation und zu jedem Zeitpunkt des Spiels höllisch aufpassen“, warnte Heynckes, hob aber hervor. „Bayern kann auch auf so einem Niveau spielen.“ Lahm schürte vor dem Halbfinalspiel die Vorfreude: „Wir treffen auf eine absolute Topmannschaft, aber wir sind auch eine Topmannschaft. Es wird ein Fest und da können wir uns alle drauf freuen“, schürte Münchens Kapitän Philipp Lahm vor dem Halbfinal-Hinspiel die Vorfreude.

So leicht die Mannschaft offenbar das Thema Hoeneß ausblenden kann, dem Verein droht eine längere Affäre. „Das lässt sich rein zeitlich sehr schwer einschätzen, das hängt immer von der Fallgestaltung ab“, sagte Staatsanwalt Heidenreich über das mutmaßliche Ausmaß der Ermittlungen. „Es müssen viele Dinge geprüft werden.“

Hoeneß selbst schloss einen Rücktritt von seinen Ämtern beim deutschen Fußball-Rekordmeister aus und will auch nicht für weitere öffentliche Aufklärung sorgen. Stattdessen geht der 61-Jährige Sportfunktionär schon wieder in die Offensive.

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  • Es darf nicht sein, dass einem Steuersünder Amnesie angebote wird. Egal wer es ist?
    Ich denke Hoeneß hat es mit der Angst gekriegt und hat sich daraufhin gemeldet. Ansonsten hätte er das NIEMALS getan.
    Und solche Leute werden noch dafür belohnt, dass Sie sich ANGEBLICH freiwillig melden.
    ABER, wer Geld hat der hat Macht und kann sich fast alles leisten.
    Die Bürger sollten das Zepter wieder selber an die Hand nehmen. Allein über die Bundestagswahlen ein Zeichen setzen reicht nicht aus, den es gibt parteiisch gesehen keie Alternativen.

  • Fragen Sie mal besser nach den Tagessätzen, die Gewaltverbrecher in Deutschland entrichten muessen (wenn überhaupt).

  • meinten Sie 1.000.000,- oder 1.000.000.000.000,- ?

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