Pressereaktionen in Brasilien
„Zauberfußball erst 2010 in Afrika“

Es ist eine Tragödie für die brasilianische Nation: Die Erwartungen an die Seleção waren enorm. Im eigenen Land wurden Ronaldo & Co bereits vor Beginn der WM als Weltmeister gefeiert. Umso größer ist nun der Schock. Erneut war es Frankreich, das alle Titelträume platzen ließ. Die Schuldigen für das Debakel stehen für die brasilianischen Medien fest.

DÜSSELDORF. "Das Problem der brasilianischen Mannschaft war deutlich zu erkennen: das Mittelfeld und die Flügel. Der Einsatz von Juninho Pernambucano und die damit verbundene Umstellung für Ronaldinho vom Mittelfeldspieler zum Stürmer ließ eine Lücke aufklaffen. Mit Kakás vielen Fehlpässen und einem Zé Roberto, der zu sehr mit der Verteidigung beschäftigt war, hatte das Team große Schwierigkeiten im Angriff. Es war dieser Raum, den Frankreich für sein Spiel nutzte.

(...)

Wer die Spiele der Seleção bei dieser WM beobachtet hat, sah kein "Magisches Quadrat" des Trainers Carlos Alberto Parreira. Bis zum Frankreich-Spiel hatte Brasilien zwar alle Spiele gewonnen, aber in keinem einzigen überzeugt. Die Welt wollte Zauberfußball sehen - vielleicht bekommt sie ihn 2010 in Afrika."

Tageszeitung "Estado de Sao Paulo"

"Frankreich war äußerst überlegen in der ersten Halbzeit. Brasilien hatte kaum Chancen anzugreifen, Zidane und seine Kollegen dominierten alle Aktionen und haben fast ein Tor gemacht. In der zweiten Halbzeit war Brasilien noch schlechter und Henry erzielte den Treffer in der 57 Minute. Brasilien versuchte nun, offensiv zu spielen. Doch es gab keine Ordnung im Team, von der Seleção ging keine Gefahr aus. Melancholie macht sich breit - Brasiliens WM-Träume sind geplatzt."

Tageszeitung "Folha de Sao Paulo"

"Ronaldinho Gaucho war die Enttäuschung der WM. Sein Auftritt im Spiel gegen Frankreich war nur die Zusammenfassung seiner Leistung während des gesamten Turniers in Deutschland."

Tageszeitung "O Globo", Rio de Janeiro

"Wir müssen uns entschuldigen. Wir haben unseren Rhythmus nicht gefunden, keine Aggressivität entwickelt. Wir haben zu keinem Zeitpunkt wie eine brasilianische Mannschaft gespielt."

Mittelfeldspieler Kaká in der Tageszeitung "O Globo", Rio de Janeiro.

"Wir waren einfach schlecht und hätten den Sieg auch nicht verdient."

Mittelfeldspieler Juninho Pernanmbucando in der Tageszeitung "O Globo", Rio de Janeiro.

"In Brasilien ist es doch so: Verliert die Seleção, ist der Trainer schuld, gewinnt sie, war es der Verdienst der Spieler."

Der Coach der brasilianischen Nationalmannschaft, Carlos Alberto Parreira, in der Tageszeitung "O Globo", Rio de Janeiro.

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