Primera Division
Neues Barca nicht zu stoppen

Erstmals seit über fünf Jahren hatte Barcelona weniger Ballbesitz als der Gegner. Unter Trainer Martino hält bei Messi & Co. langsam aber sicher ein neuer Stil Einzug. Die Gegner haben dennoch keine Chance.
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MadridKein „Tiki-Taka“ unter „Tata“: Mit einem neuen, geradlinigen Stil beherrscht Meister FC Barcelona unter Neu-Coach Gerardo „Tata“ Martino den spanischen Fußball. Die einstigen „Kurzpass-Könige“ aus Katalonien hatten beim 4:0 im Spiel bei Rayo Vallecano erstmals nach über fünf Jahren und 315 Spielen weniger Ballbesitz als der Gegner. Das Spiel war dank des Dreierpacks von Pedro aber eine klare Angelegenheit. „Barça war schneller als der Blitz (spanisch: Rayo)“, stellte die Zeitung „Sport“ am Sonntag fest.

Nach fünf Runden bleibt das Team von Megastar Lionel Messi ohne Punktverlust Tabellenführer. Ebenfalls mit fünf Siegen folgt Atlético Madrid, das bei Real Valladolid mit 2:0 gewann. Mit Sami Khedira in der Startelf schob sich Real Madrid mit dem 4:1-Erfolg gegen den FC Getafe zwei Punkte hinter Barcelona auf Rang drei. Nach dem frühen Rückstand durch Lafita (5. Minute) sorgten Pepe (18.), Cristiano Ronaldo (33./Handelfmeter/90.) und Isco (57.) für den souveränen Sieg, Millionen-Neuzugang Gareth Bale verletzte sich beim Aufwärmen.

Im Vallecas-Stadion ging Barcelonas Messi im 250. Liga-Spiel (221 Tore) trotz starker Leistung leer aus. Dafür machte Pedro vor 12 000 Zuschauern „den Messi“. Der Stürmer traf in der 32., 47. und 71., Fàbregas stellte in der 79. Minute den Endstand her. „Peeedrooo!“, jubelte am Sonntag das Sportblatt „Mundo Deportivo“ groß auf Seite eins. Es war der erste Club-Dreier des 26-Jährigen. Dreimal in einem Spiel hatte er zuvor nur beim 4:0 der Nationalelf in Weißrussland im Oktober 2012 getroffen. „Tore geben einem Stürmer natürlich Selbstvertrauen, ich freue mich aber vor allem wegen des Sieges“, sagte der Mann des Abends bescheiden.

Weniger Ballbesitz als der Gegner hatte Barcelona zuletzt am 7. Mai 2008 beim 1:4 im Bernabéu gegen Erzrivale Real Madrid. Seitdem war die Serie selbst beim jüngsten Halbfinal-Debakel gegen Bayern München in der Champions League trotz der 0:7-Gesamtpleite nicht gerissen. Gegen Rayo begnügte man sich nun mit 49 Prozent. Der neue Stil der Katalanen, der sich schon in den ersten Saisonspielen abgezeichnet hatte, ist nicht unumstritten, zumal das „Tiki-Taka“ bei Fans und Medien in Barcelona seit vielen Jahren als eine Art Religion gilt, der man um jeden Preis treu bleiben müsse.

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