Problemkind Angriff
Löw schlägt wegen Torflaute Alarm

Trotz der Drei-Tore-Gala von Mario Gomez mit Bayern München in der Champions League hat Bundestrainer Joachim Löw wegen der Ladehemmung der deutschen Stürmer in der Bundesliga Alarm geschlagen.

"Ehrlich gesagt habe ich dafür keine plausible Erklärung. Es war ja schon in den letzten Jahren so, dass meistens ein Ausländer Torschützenkönig wurde", sagte Löw in einem Interview mit dem Fachmagazin kicker und bezeichnete den Angriff sowie die linke Abwehrseite als Problem-Positionen der Nationalmannschaft.

Rückendeckung bei der öffentlichen Schelte an seiner Abteilung Attacke bekam Löw vom früheren Schalker Top-Torjäger Klaus Fischer. "Ich kann seine Kritik absolut nachvollziehen. Die Ausbeute der deutschen Stürmer in der Liga ist besorgniserregend. Vielleicht will niemand auf dem Platz mehr dorthin, wo es weh tut", sagte Fischer dem Sport-Informations-Dienst (SID) und fügte hinzu: "Wenn Stürmer in der Liga nur zwei- oder dreimal treffen und dann in der Nationalmannschaft spielen müssen, ist das sehr bedenklich." Fischer ist mit 268 Toren der zweiterfolgreichste Schütze in der Bundesliga nach "Bomber" Gerd Müller (365 Treffer) und war 1976 Bundesliga-Torschützenkönig.

Gomez auf dem Weg zu alter Stärke

Im deutschen Fußball-Oberhaus liegen Mario Gomez und Andre Schürrle vom Tabellenzweiten FSV Mainz 05 als beste deutsche Profis nach zehn Spieltagen mit jeweils vier Treffern auf Platz zwölf der Torschützenliste. Gomez hat in den vergangenen Wochen aber wieder aufsteigende Form gezeigt und die Bayern am Mittwoch mit einem Dreierpack beim 4:0-Sieg in der Champions League beim rumänischen Double-Gewinner CFR Cluj vorzeitig ins Achtelfinale geführt.

"Gomez ist nach wie vor mit unheimlich viel Qualität ausgestattet. Er ist ein Stürmer von internationalem Format. Wenn er regelmäßig spielt, wird er diese Stärken auch zeigen", sagte Löw über den Bayern-Stürmer.

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