Provokateur Podolski, Sündenbock Meier
In Köln brodelt es weiter

Der Trainerwechsel beim 1. FC Köln war erfolgreich: Das Team des neuen Chefcoachs Frank Schaefer siegte im Zweitrunden-Pokalspiel gegen die Münchner „Löwen“. Doch nicht auf alle Beteiligten hatte dieses Resultat beruhigende Wirkung.

dpa KÖLN. Beim 1. FC Köln brodelt und gärt es weiter. Lukas Podolski betätigte sich beim 3:0-Pokalerfolg gegen 1 860 München erneut als Provokateur, die "Meier-raus"-Bekundungen der FC-Fans unter den 24 500 Zuschauern nahmen trotz des Einzugs in das Achtelfinale des DFB-Pokals kein Ende.

Am Geißbockheim herrscht auch nach der Trennung von Fußball-Lehrer Zvonimir Soldo keine Ruhe. Frank Schaefers Premierenerfolg als Chefcoach, und das auch noch am 47. Geburtstag des gebürtigen Kölners, trat in den Hintergrund: Manager Michael Meier bleibt die Reizfigur der Kölner Anhänger, die nie müde wurden, lautstark ihr Missfallen an der ihrer Meinung nach verfehlten Transferpolitik der vergangenen fünf Jahre und der akuten sportlichen Misere zu bekunden.

"Michael Meier: Danke für nichts!!! Und tschüss!!!" - der 60- Jährige bekam sehr plakativ vorgeführt, was das Kölner Fußball-Volk von ihm hält. Reaktion: null. Meier trat nach den 90 wenig aufregenden Minuten und den Treffern von Martin Lanig (58. Minute), Milivoje Novakovic (79.) und Lukas Podolski (83.) nicht wie üblich im Medienbereich auf.

Dafür war Podolski ein gefragter Interviewpartner. Doch der 25-Jährige zeigte sich erneut dünnhäutig, schnauzte einen TV-Reporter, der Hintergründiges erfahren wollte, an: "Wir sollten der Mannschaft heute ein Lob zollen. Alles andere ist egal." Kurz davor hatte der Nationalstürmer zum zweiten Mal binnen kurzem für Irritationen gesorgt.

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