Prozess in Berlin
NPD scheitert an Nationalspieler Owomoyela

Fußball-Nationalspieler Patrick Owomoyela ist bekanntlich Afrodeutscher: In Hamburg wurde er als Sohn einer Deutschen und eines Nigerianers geboren. Dafür schmähte ihn die rechtsextreme NPD, die gern eine "weiße" Nationalmannschaft hätte. Doch Owomoyela setzte sich erfolgreich juristisch zur Wehr.

HB BERLIN. Das Landgericht Berlin wies am Donnerstag einen Einspruch der NPD gegen eine einstweilige Verfügung ab, die Owomoyela gegen den so genannten WM-Planer der Partei erwirkt hatte. Der Planer war mit dem Schriftzug "Weiß. Nicht nur eine Trikot-Farbe! Für eine echte NATIONAL-Mannschaft!" versehen.

Die Titelseite der NPD-Publikation hatte nach Auffassung des Gerichts neben dem Schriftzug auch einen Spieler mit der Trikotnummer 25 gezeigt. Dies ist Owomoyelas Spielnummer. Der Profi von Werder Bremen ist nicht für den aktuellen WM-Kader nominiert, er steht auf Abruf bereit.

Auf Betreiben von Owomoyela und dem DFB wurde in der Angelegenheit auch Strafanzeige und Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft Berlin gestellt, teilte Rechtsanwalt Christian Schertz mit. Ein Ermittlungsverfahren sei eingeleitet, rund 70 000 WM-Planer seien beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft habe sich zuversichtlich gezeigt, dass ein Verfahren noch vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft eröffnet werden könne.

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