Public Viewing statt Stadion
400 englische Fans um Tickets betrogen

Der Geschäftsführer eines englischen Reisebüros ist beim Kauf von 400 WM-Tickets offenbar Betrügern auf den Leim gegangen. Vergeblich wartete Brite am vereinbarten Übergabetreffpunkt auf die im voraus bezahlten Billetts.

HB KÖLN. Rund 400 englische Fans sind nach Angaben der Kölner Polizei um ihre schon bezahlten Tickets betrogen worden. Die Polizeipressestelle teilte am Samstag mit, der Geschäftsführer eines englischen Reisebüros sei offensichtlich auf einen Betrüger hereingefallen. Darum hätten 400 Jugendliche das Spiel Portugal-Iran in Frankfurt am Main nicht im live im Stadion erleben können.

Zum Ablauf: Der Geschäftsführer hatte laut Polizei den Auftrag, die Tickets für das Spiel zu besorgen. "Zunächst wandte er sich an das Fifa-Büro in Deutschland. Als man ihm dort nicht helfen konnte, recherchierte er im englischen Internet und wurde fündig." Bei einer angeblichen Ticketfirma habe der 48-Jährige die Karten bestellt und 54.000 Pfund (rund 75.000 Euro) bezahlt. Per Telefon sei ein Übergabetermin für den 16. Juni an einer Jugendherberge in Köln vereinbart worden, wo die Fans auch untergebracht gewesen seien.

"Dort wartete der Engländer jedoch vergebens." Daraufhin habe er in Großbritannien und in Köln Anzeige erstattet. Da allerdings nur englisches Recht betroffen sei, würden die Ermittlungen auch von dort aus geführt. Die Kinder und Jugendlichen hätten die Enttäuschung aber sportlich genommen und entschieden sich, das Spiel beim Public Viewing anzuschauen.

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