P&G steigt beim FCB ein
FC Bayern bekommt den Kopf gewaschen

Die Münchener haben den Konsumgüter-Riesen Procter & Gamble als neuen Geldgeber gewonnen. Doch das ist nicht der einzige wegweisende Deal an diesem Mittwoch beim deutschen Rekordmeister.

MünchenZwei wichtige Verträge hat Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge an diesem Mittwoch in der Münchener Fußball-Arena vorgestellt: Der eine spült viele Millionen in die Kasse, der andere kostet einen Haufen Geld. Beide Vereinbarungen aber sind für den besten Fußballclub Deutschlands zukunftsweisend.

Auf der einen Seite präsentierte Rummenigge den Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble (P&G) als neuen Sponsor. Auf der anderen verkündete der Vorstandschef des Rekordmeisters, dass Torwart Manuel Neuer sich vorzeitig bis 2021 an die Münchener gebunden hat.

Der Deal mit P&G sei „wichtig, was die Internationalisierung angeht“, unterstrich Rummenigge. Das US-Unternehmen ist mit Marken wie Ariel, Fairy und Pampers weltweit vertreten. Zudem könne die Firma dazu beitragen, die Münchener in ihrem Heimatland bekannter zu machen. Im Sommer werde der Spitzenreiter der Bundesliga wieder einmal durch die USA touren, und da gebe es sicher Möglichkeiten, zusammenzuarbeiten.

P&G wiederum will mit der Kooperation den Absatz seine Männerprodukte im deutschsprachigen Raum ankurbeln: Es geht also vor allem um Rasierer der Marken Braun und Gilette, um das Shampoo Head & Shoulders sowie das Zahnpflegelabel Oral-B. Die ersten, neuen TV-Spots mit Bayern-Stars hat Procter & Gamble am Mittwoch im Münchener Stadion bereits vorgestellt.

„Es geht darum, authentische Geschichten zu erzählen“, erklärte Gabriele Hässig, Geschäftsführerin Kommunikation von P&G, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Bayern-Star Thomas Müller steht bei dem  Konzern schon länger unter Vertrag. Nun können die Amerikaner auch noch mit dem Logo seines Vereins werben. Was sich P&G das Sponsoring kosten lässt, ist nicht bekannt. Es dürfte sich aber um mehrere Millionen Euro jedes Jahr handeln.

P&G ist nicht der erste Vermarktungserfolg der Bayern 2016. Ungeachtet aller Kritik an den Menschenrechtsverletzungen im Emirat Katar hat der Verein zu Jahresbeginn mit dem Flughafen der Hauptstadt Doha einen Sponsorenvertrag abgeschlossen. Der langfristige Deal mit dem „Hamad International Airport“ bringt den Bayern ebenfalls mehrere Millionen Euro pro Jahr ein. 

Die Münchener setzen offenbar alles daran, sich in der europäischen Geldrangliste wieder nach vorn zu schieben. Zuletzt sind sie  hinter  Barcelona, Real Madrid, Manchester und Paris auf Rang fünf abgerutscht. Nach Berechnungen der Unternehmensberatung Deloitte gingen die Erlöse der Bayern vergangene Saison leicht auf 474 Millionen Euro zurück, nach einem Rekordumsatz von rund 487,5 Millionen Euro im Jahr zuvor. Ganz oben steht im Kontrast dazu zum elften Mal in Folge das spanische Schwergewicht Real Madrid mit 577 Millionen Euro.

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