Punkte-Poker an der WM-Börse
Händler vertrauen deutschem Kader

Langsam wird es ernst: In knapp drei Wochen rollt bei der Fußball-WM 2006 zum ersten Mal das Leder. Die Kader stehen, die Teams sind fast alle in den Trainingslagern und holen sich den letzten Feinschliff für das Turnier. Alle haben nur ein (Zwischen-)Ziel: Genug Zähler holen für das Erreichen des Achtelfinals. Doch nicht nur für die Teams zählt jeder Punkt.

cls DÜSSELDORF. Auch für die Händler an der WM-Börse ist er Bares wert - wenn sie an einem neuen Markt der WM-Börse investieren, der am Freitag um 11 Uhr öffnet: An diesem Markt können Anleger darauf setzen, wie viele Punkte die jeweilige Mannschaft in der Gruppenphase der WM 2006 erzielt.

Jeder Punkt, den ein Team erringt, ist dabei gleichbedeutend mit einer Ausschüttung von einer WMark in den Tagen nach Marktschließung am 24. Juni, dem Tag nach dem letzten Gruppenspiel der Gruppe H. Ausgangssituation ist, dass in den 48 Gruppenspielen in jedem Spiel drei Punkte vergeben werden können, also insgesamt 144 Punkte. Geht ein Spiel Unentschieden aus, erhält jede Mannschaft nur einen Punkt. Der dritte, nicht vergebene Punkt wird der "NVP"-Aktie ("Nicht-vergebene-Punkte"-Aktie) zugeschrieben. Die NVP-Aktie "sammelt" also sozusagen die Zahl der 48 Gruppenspiele, die Unentschieden ausgehen. Die Aktie eines WM-Teams wird also umso wertvoller, je größer die tatsächlich erzielte Punktzahl am Ende ist - denn damit steigt auch die Ausschüttungssumme.

Ein Beispiel: Ein Händler erwartet, dass Deutschland in der Gruppenphase sieben Punkte holt - also zwei Siege und ein Unentschieden erzielen wird. Dies würde bedeuten, dass er als Besitzer der Deutschland-Aktie an diesem Markt am Ende der Marktlaufzeit 7 WMark ausgezahlt bekommt. Diese Erwartung wiederum ist entscheidend dafür, welchen Preis der Händler beim Kauf der Aktie zu zahlen (in der Regel < 7 WMark) bzw. zu welchem Preis er zu einem Verkauf der Aktie bereit ist (in der Regel > 7 WMark).

Die WM-Börse ist ein virtueller Prognose-Aktienmarkt zur Fußball-WM 2006. Die Idee: Die Erwartungen über das Abschneiden der jeweiligen WM-Teilnehmer werden in Form von Aktien verbrieft und können wie an einer richtigen Börse in Echtzeit gehandelt werden. Charts und Kurstabellen informieren minutenaktuell über den jeweils aktuellen Wert der Titel. Anhand der am Markt aus Angebot und Nachfrage ermittelten Aktienkurse ergibt sich zugleich eine Vorhersage des Turnierausgangs.

Bei dem Markt zu den Vorrundenplatzierungen handelt sich um einen so genannten "Index-Kontrakt"-Markt. Im Gegensatz zu den "All or Nothing"-Märkten schütten die Aktien hier nicht entweder einen fixen WMark-Betrag oder gar nichts aus, sondern die Auszahlung errechnet sich in unterschiedlicher Weise in Abhängigkeit von der Anzahl der erreichten Punkte.

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