Quali-Auftakt gegen Färöer
Kapitän Lahm denkt schon an Brasilien

Vor dem ersten WM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer steht die deutsche Nationalmannschaft vor einem kleinen Neuanfang. Erste Anzeichen eines Mentalitätswechsels sind erkennbar und der Kapitän geht forsch voran.
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HannoverDer Zuckerhut ruft und der Kapitän will endlich ganz nach oben. Während sich Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff vor dem Start in die WM-Qualifikation mit Zielvorgaben zurückhielten, sprach Philipp Lahm ohne Umschweife vom WM-Triumph in Brasilien. „Wer unsere Vergangenheit sieht, mit vier Turnieren minimal im Halbfinale - da kann es unser Anspruch nicht mehr sein, ins Viertelfinale zu kommen. Es ist klar, dass man um den Titel spielen und den Titel gewinnen will“, sagte Lahm vor dem ersten Ausscheidungsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf dem Weg zur WM 2014 am Freitag (20.45 Uhr/ZDF) gegen die Färöer.

„Wir freuen uns, dass die Qualifikation losgeht, ein neuer Wettbewerb beginnt mit dem Ziel, die WM 2014 zu erreichen“, formulierte Löw die Ansprüche deutlich moderater. Immerhin: Die EM-Enttäuschung wurde vor der Partie in Hannover abgehakt. Für Lahm ist das neue Ziel ohnehin klar. 674 Tage nach dem Startschuss gegen die Fußball-Zwerge von den Schafsinseln will er an der Copacabana den WM-Pokal in die Höhe halten. „Jeder muss sich neu beweisen, weil wir junge, gute Spieler haben, die in die Mannschaft drängen. Es ist sehr viel Qualität da. Wir haben einen neuen Konkurrenzkampf, der uns wieder nach vorne drängt“, betonte der kämpferische Lahm.

Den ganz großen personellen Umbruch wird Löw in dem für ihn und Lahm vielleicht letzten Titelzyklus vorerst nicht vornehmen. „Ich sehe, dass unsere Mannschaft, was die Basis betrifft, ganz gut eingespielt ist“, sagte Löw. Aber erste Umbaumaßnahmen wird es auch als Konsequenz aus dem bitteren EM-Aus schon gegen die Färöer geben. Lahm wechselt wieder auf die von ihm bevorzugte Position des rechten Außenverteidigers. Marcel Schmelzer darf sich auf links beweisen. Stabilität in der Abwehr ist für Löw ein großes Thema in der Gruppe C mit Österreich, Irland, Schweden und Kasachstan als weiteren Gegnern.

Löw-Assistent Hansi Flick verriet am Donnerstag in Barsinghausen schon vor der letzten Trainingseinheit, dass Thomas Müller und Marco Reus mit Sami Khedira und Mesut Özil im Mittelfeld spielen werden. Den fünften Akteur im zentralen Verbund ließ er noch ungenannt. „Ich glaube schon, dass wir eine gewisse Ordnung brauchen. Die Tendenz ist eher, dass man einen offensiven Spieler reingibt“, sagte Flick.

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