Fußball
Qualifikation sorgt für Jubelfeiern in der Ukraine

Durch ein 1:1 gegen Georgien hat sich die Ukraine die vorzeitige Teilnahme an der WM 2006 in Deutschland gesichert. Die Feierlichkeiten in Kiew dauerten bis in die Morgenstunden. Vater des Erfolgs: Trainer Oleg Blochin.

Oleg Blochin heißt die lebende Legende im ukrainischen Fußballgeschäft, spätestens seit gestern. Der ehemalige Stürmerstar von Dynamo Kiew, 1975 zu Zeiten der Sowjetunion Europas Fußballer des Jahres, führte als Nationalcoach sein Heimatland erstmals zu einer WM. Das 1:1 (1:0) im Qualifikationsspiel in Tiflis gegen Georgien genügte der Mannschaft um Superstar Andrej Schewtschenko (AC Mailand), um das Ticket für die Weltmeisterschaft in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) perfekt zu machen.

"Dieses Glücksgefühl sollte jeder Fußballer wenigstens einmal in seinem Leben spüren. Es ist ein Traum", kommentierte Milan-Torjäger Schewtschenko. Ihm zur Seite steht in der ukrainischen Nationalmannschaft der Leverkusener Bundesliga-Profi Andrej Woronin. Der ehemalige Mainzer und Kölner hatte ebenfalls maßgeblichen Anteil am Lösen des WM-Tickets. Vor vier Jahren war die Ukraine am spätereren Vize-Weltmeister Deutschland in zwei Play-off-Spielen gescheitert. 1997 war es der spätere WM-Dritte Kroatien, der der WM-Träume der Ukraine zerstörte.

Ausgelassene Fan-Feiern in Kiew

Diesmal ließen sich Schewtschenko und Co. aber nicht aufhalten. Für die ehemalige Sowjetrepublik, seit 1991 unabhängig, war es der größte internationale Erfolg. Die Fans in Kiew und Donezk feierten ausgelassen den Triumph ihrer Auswahl und vor allem Blochin. "Ich weiß, die Leute denken jetzt, ich bin wahnsinnig. Aber ich glaube fest, dass wir jetzt auch die Chance haben, die WM zu gewinnen. Schließlich haben mich viele Leute auch einen Abenteurer genannt, als ich versprochen habe, die Ukraine zur WM zu führen", erklärte Blochin nach dem Remis.

Allerdings musste er lange zittern. Denn erst der Last-Minute-Treffer von Schalkes Neuzugang Sören Larsen zum 2:2 der Dänen in der der Türkei sorgte am Ende für klare Verhältnisse in der Gruppe zwei und 50 000 jubelnden Anhängern auf dem Europaplatz in Kiew.

Lob von Verbands-Präsident Surkis

Ein dickes Lob erhielt Blochin von Verbands-Präsident Grigorij Surkis: "Blochin ist ein Mann und ein Coach, der voller Ambitionen steckt. Er kümmert sich unheimlich um den Fußball und unser Nationalteam. Er ist ein Vorbild in punkto Siegeswillen." Der heute 53-Jährige bestritt für die Udssr-Mannschaft 112 Länderspiele und erzielte dabei 42 Tore.

© SID

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