Querelen scheinen ausgeräumt
Ecuador macht vor WM-Start in Harmonie

Die zuletzt kolportierten Querelen im Lager des deutschen WM-Gegners Ecuador scheinen ausgeräumt. Vier Tage vor Beginn der Titelkämpfe präsentieren sich die Südamerikaner der Öffentlichkeit als harmonische Einheit.

Die ersten Sonnenstrahlen über Bad Kissingen haben offensichtlich auch die Laune im Lager des deutschen WM-Gruppengegners Ecuador deutlich gebessert. Von den internen Querelen, die zuletzt aus dem Lager der Südamerikaner gedrungen waren, ist seit dem Wochenende jedenfalls nichts mehr zu spüren.

Auch Trainer Fernando Suarez dementierte Streitigkeiten mit Stürmerstar Agustin Delgado und beteuerte: "Es gab und gibt keine Spannungen. Es gibt nur viele unwahre Schlagzeilen, die sich gut verkaufen." Auch die Grüppchenbildung innerhalb des Teams soll eine Presse-Ente sein. "Die Mannschaft steht eng zusammen, das kann jeder sehen", betonte Angreifer Cristian Benitez.

Gelassen sehen die Verantwortlichen auch die Personalsituation. Kapitän Ivan Hurtado hat seine Magenprobleme überwunden und wird zum Auftaktspiel gegen Polen am Freitag in Gelsenkirchen ebenso fit sein wie Verteidiger Ulises De la Cruz.

Sorgenfalten wegen Verletzung von Tenorio - Delgado und De la Cruz fit

Beim Sondertraining für Delgado handelt es sich Suarez nur um eine "Vorsichtsmaßenahme". Allenfalls Carlos Tenorio bereitet dem Trainer Sorgen: Der Angreifer hat seinen Muskelfaserriss in der Wade noch nicht vollständig auskuriert, ist sich selbst aber sicher, bis Freitag fit zu sein. "Ich bin zufrieden und voller Vorfreude auf das erste Spiel", sagte er am Montag.

Für Klarheit in der Torhüterfrage hatte Trainer Suarez bereits am Freitag nach dem 4:3 gegen die deutsche Studentenauswahl gesorgt: Zum Stammkeeper ernannte er Cristian Mora, der bei der Nominierung zunächst die Rückennummer zwölf erhalten hatte. Der unterlegene Edwin Villafuerte, Besitzer des Trikots mit der Nummer 1, gab sich als guter Verlierer. "Das ist normal im Fußball, und wir hatten ja bisher einen fairen Wettkampf", sagte er.

Keine Nachnominierung von Caicedo

Kein Thema ist eine mögliche Nachnominierung des 17 Jahre alten Nachwuchsstürmers Felipe Caicedo, der als Gastspieler beim Test gegen die deutschen Studenten zwei Tore erzielt hatte. "Ich habe meine ganze Karriere noch vor mir und bin sehr dankbar dafür, hier zu sein und lernen zu dürfen", sagte das Talent vom FC Basel. Suarez hatte eine eventuelle Nachnominierung bereits ausgeschlossen.

Stark beschäftigt hatte die "Tricolor" in den vergangenen Tagen das Wetter. "In Deutschland scheint es elf Monate im Jahr zu regnen", beklagte sich De la Cruz vom englischen Erstligisten Aston Villa. Der Verband ließ Thermojacken einfliegen und ein erkälteter Physiotherapeut wurde vorsorglich für einen Tag unter Quarantäne gestellt.

© SID

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