Fußball
Rangnick: "Das ist ein teuer erkaufter Sieg"

Nach dem 1:0-Sieg über den VfB Stuttgart im Ligapokal-Finale stellte sich S04-Trainer Ralf Rangnick den Fragen der Presse. Dabei zeigte sich der Coach vor allem über die beiden Platzverweise verärgert.

Die Freude bei Schalkes Trainer Ralf Rangnick hielt sich nach dem 1:0-Sieg über den VfB Stuttgart im Ligapokal-Finale in Grenzen. Zu sehr schmerzten den Übungsleiter die Platzverweise für Kevin Kuranyi und Lincoln. Nach dem Spiel sprach der Coach mit der Presse:

Frage: Ralf Rangnick, unter dem Strich stehen nach dem Ligapokal-Finale gegen den VfB Stuttgart ein Titel und zwei Rote Karten...

Ralf Rangnick: "Es ist schade, dass es nach so einem Spiel gar nicht mehr um das Sportliche geht. Wir haben in der ersten Hälfte nahtlos an unsere starken Leistungen der letzten Wochen angeknüpft und hätten schon bei Halbzeit deutlich höher führen müssen. Dann hätte es vielleicht auch die giftigen Szenen und die roten Karten nicht gegeben. Das ist ein wirklich teuer erkaufter Sieg."

Frage: "Überwiegt die Freude über den Ligapokal-Sieg oder der Ärger über die Probleme für die Bundesliga?

Rangnick: "Es gibt keine Freude über den Titel. Für den Verein ist es ein schönes Zubrot, aber mir hat der Titel nichts bedeutet. Mir wäre lieber, wir hätten die Probleme nicht und der VfB könnte sich den Pokal in die Vitrine stellen."

Frage: "Wie sehen Sie die Fälle Kuranyi und Lincoln?"

Rangnick: "Der Fall Kuranyi ist bei weitem nicht klar. Silvio Meißner hat vorher zweimal erfolgreich versucht, die Achillessehne von Kevin zu treffen. Dann sollte er auch Manns genug sein, dazu zu stehen. Trotzdem darf sich Kuranyi nicht zu so einer Reaktion hinreißen lassen. Lincoln ist vorher 80 oder 90 Mal gefoult worden, aber so was darf er nicht machen. Man muss aber auch sagen, dass der Schiedsrichter die Spieler zu lange an der langen Leine gelassen hat. Dann konnte er das Spiel nicht mehr einfangen. Ein Spieler wie Lincoln muss einfach vor Attacken besser geschützt werden."

Frage: "Welche Probleme befürchten Sie zum Bundesliga-Auftakt?"

Rangnick: "Es ist einfach ärgerlich. Die Mannschaft hatte sich gefunden. So, wie das Team in den letzten Spielen auf dem Platz stand, kommt es meinen Vorstellungen vom Fußball schon sehr nahe. Vielleicht müssen wir jetzt neue Spieler einbauen. Aber vor allem müssen wir für die Bundesliga eins lernen: Emotionen gehören zum Fußball, aber sie dürfen nicht überkochen."

© SID

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