Rechtsextreme Parole
BVB verhängt Stadionverbot bis 2020

Nach einem rechtsextremen Zwischenruf darf ein Fußball-Fan bis 2020 keine Spiele mehr im Stadion von Borussia Dortmund verfolgen. Er soll während einer Schweigeminute im Hamburger Stadion „Sieg Heil“ gerufen haben.
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Hamburg/DortmundHamburg trauerte: Hermann Rieger war gestorben, der Kult-Masseur des HSV. Vor dem Spiel am Samstag gegen Borussia Dortmund (3:0) gedachten die Fans ihrer Legende mit einer aufwändigen Choreographie. „Für immer unser bester Mann, den niemand je ersetzen kann. Ruhe in Frieden, Hermann!“ stand auf einem Banner. Dazu war das Konterfei Riegers mit dessen Markenzeichen, den nach oben gerichteten Daumen, zu sehen - ein würdiger Abschied. Wäre die Schweigeminute nicht von einem „Sieg Heil“-Ruf aus dem Dortmunder Fan-Block gestört worden.

Ordner holten den mutmaßlichen Täter aus dem Block und übergaben ihn der Polizei. Bei der Aufnahme seiner Personalien soll der 33-Jährige den Vorfall bedauert und von einer Dummheit gesprochen haben. Der BVB hat ihn bereits hart bestraft. Er darf bis zum 30. Juni 2020 kein Spiel mehr im Signal-Iduna-Park sehen. Zudem droht dem Mann ein juristisches Nachspiel, es wurde Strafanzeige erstattet.

Wie der HSV auf den Vorfall reagiert, ist noch unklar. Unmittelbar nach Abpfiff hatte der BVB die Verantwortlichen aber darin bestärkt, „seinerseits ebenfalls das maximal mögliche Strafmaß in Form eines dreijährigen bundesweiten Stadionverbots zu verhängen“. Damit dürfte der mutmaßliche Täter alle Stadien nicht mehr betreten, in denen Spiele der 1. bis 3. Liga, des DFB-Pokalwettbewerbs und der Nationalmannschaften stattfinden.

Borussia Dortmund bekräftigte in einer Mitteilung, dass man „aus innerer Überzeugung für Toleranz und Vielfalt“ einstehe und „sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung“ wende.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
sid 
SID Sport-Informations-Dienst GmbH / Nachrichtenagentur

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