Red-Bull-Klub will nach oben
RB Leipzig gegen den Rest der Zweitliga-Welt

Die 2. Liga beginnt – und alles schaut auf RB Leipzig. Mit seinem zahlkräftigen Sponsor Red Bull plant der Klub den Durchmarsch in die Erstklassigkeit. Der vielfach kritisierte Verein setzt auf neuartige Synergien.
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DüsseldorfRichtig stolz ist die Deutsche Fußball Liga (DFL): Am Freitagabend wird die 2. Bundesliga eröffnet. Und gleich zum Start könnte ein neue Besucherrekord für das Eröffnungsspiel aufgestellt werden. „Wir rechnen mit mehr als 40.000 Zuschauern, das ist eine beeindruckende Zahl“, sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig.

Bislang liegt der Rekord bei 48.385 Fans: Beim Saisonauftakt 2010/2011 spielten Hertha BSC und Rot-Weiß Oberhausen vor dieser außergewöhnlich großen Kulisse. Heute Abend spielen zwei alte Bekannte aus der Bundesliga gegeneinander: Fortuna Düsseldorf und Eintracht Braunschweig.

Doch so spannend dieses Spiel auch ist – in der zweiten Liga steht ein anderer Verein im Mittelpunkt der Diskussionen: die „Roten Bullen“ aus Leipzig oder – wie sie richtig heißen – RB Leipzig. Der Aufsteiger, der vom Getränkekonzern Red Bull finanziert wird, spaltet die Fußballwelt.

Der Verein gilt als Emporkömmling, der von dem österreichischen Getränkehersteller mit etlichen Millionen Euro aufgepäppelt wurde. Doch gerade deswegen und wegen seiner professionellen Struktur hat RB Leipzig gute Aufstiegschancen. Als wirklich gern gesehener Gast gelten die „Roten Bullen“ bei der Konkurrenz aber nicht.

Viele Fußballmanager reagieren eher abweisend, wenn sie auf den Verein angesprochen werden. „Ich bin ein großer Freund des Financial Fairplay. Mehr möchte ich dazu nicht sagen", meinte etwa Fortuna-Manager Helmut Schulte ausweichend vor dem Spiel gegen Braunschweig.

Auch sein Braunschweiger Kollege Marc Arnold will sich nicht mit flotten Sprüchen in die Nesseln setzen: „Sie haben die Lizenz erhalten, sie sind daher ein Konkurrent, mit dem man sich auseinandersetzen muss.“ Allerdings spricht er damit zumindest das Lizenztheater an, für das die Leipziger vor Saisonbeginn gesorgt hatten.

Kommentare zu " Red-Bull-Klub will nach oben: RB Leipzig gegen den Rest der Zweitliga-Welt"

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  • Jeder Verein kauft mit dem Geld seiner Sponsoren Personal und versucht, in die Bundesliga zu kommen. Da hat man bei der Konkurrenz wohl Angst...

  • Recht hat der DFB, das geht ja wirklich nicht, dass RasenBallsport Leipzig e. V. von einem Sponsor unterstützt wird, dass hier familienfreundlicher Fußball gespielt wird, ohne Hooligans, daß eine Mitgliedschaft 800EUR/Jahr kostet usw. Dieser RB-Kommerzverein sollte sich ein Beispiel an Bayern München nehmen, nur ein kleines mittelständisches Unternehmen (telekom) als Hauptsponsor, die Logen werden sicherlich umsonst hergegeben. Oder wie bereits angesprochen, Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH, auch ein absolut gemeinnütziger Verein ohne Beziehung zu einem Unternehmen...

    Schon blöd, dass da ein Verein den Platzhirschen Angst einjagt... da bleibt natürlich nur die juristische Keule, für sportliche Fairness ist da kein Platz

  • Wer überhaupt keine Ahnung hat, sollte am Besten die Finger still halten...

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