Rehhagel hält die Hand über seine Jungs
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Die Griechen sind mit einer ganzen Latte von Prroblemen in Leipzig angekommen: In der WM-Qialifikation auf den dritten Paltz abgerutscht, Personalprobleme und dazu auch noch jede Menge Ärger um angeblich ausstehende EM-Prämien - doch Trainer Rehhagel macht auf Optimismus.

HB LEIPZIG. Abgeriegelt ist das Hotel der griechischen Fußball-Nationalmannschaft in der Leipziger Innenstadt zwar nicht. Doch neugierige Journalisten sieht Otto Rehhagel dort gar nicht gern. Und auch den Fans gewährt der 66-Jährige nur selten einen Blick auf seine Asse. Die ersten beiden Trainingseinheiten des Europameisters in der Egidius-Braun-Sportschule waren nicht öffentlich, nur die Medienvertreter durften dort den Hellenen in der Vorbereitung auf das Auftaktspiel im Confederations Cup am Donnerstag in Leipzig gegen Brasilien für einige Zeit zuschauen.

Während die deutsche Mannschaft und auch Gegner Brasilien ihre Übungseinheiten auch in den Morgenstunden absolvieren, bittet Rehhagel seine südeuropäischen Schützlinge erst am späten Nachmittag auf den Platz. Und dort herrscht ungeachtet des Abrutschens auf den 3. Platz in der WM-Qualifikation durch die 0:1-Heimschlappe in der Vorwoche gegen die Ukraine, trotz Personalprobelemen und trotz Ärger um angeblich ausstehende EM-Prämien eine gute Stimmung. "Der Teamgeist stimmt bei uns", betont Rehhagel, dessen Spieler immer wieder bei kurzen Spaziergängen durch Leipzig abschalten können. Frei bewegen dürfen sie sich aber nur im Hotel. Zur Ablenkung sollen sie sich bereits mit Playstations eingedeckt haben.

Mindestens drei seiner EM-Helden fehlen Nationalcoach rehhagel allerdings. Hinzu kommt der Ärger um immer noch nicht ausgezahlte Prämien für den Titelgewinn bei der Euro 2004. "Vor einem Jahr nannten sie uns Helden." Jetzt werde deutlich, wie kleinkariert die Regierung sei, meinte Vassilios Tsiartas vom 1. FC Köln und ergänzte: "Einige vergessen ihre Versprechungen schnell."

Der Präsident des Griechischen Fußball-Verbandes (EPO), Wassilis Gagatsis, hatte vor dem Abflug bereits den Ministerpräsidenten des Landes, Kostas Karamanlis, wegen angeblicher Nichteinhaltung der versprochenen EM-Prämie von einer Million Euro pro Spieler angegriffen. Neben Tsiartas äußerte sich auch Kapitän Theodores Zagorakis zu dem Zwist. In einem Interview mit dem Sport-Radiosender Sport-FM warf der Spielmacher der Regierung ebenfalls vor, ihr Versprechen nicht zu halten. "Es ist mir aber äußerst unangenehm, darüber zu reden", gab der zum besten Spieler der Europameisterschaft gewählte Zagorakis zu. Von der geforderten Prämie in Höhe von einer Million Euro pro Kopf wurden 750 000 ausgezahlt.

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