Rekordsieg im DFB-Pokalfinale
Schalke fertigt Duisburg ab und versöhnt seine Fans

Favorit FC Schalke 04 hat mit einem Schützenfest gegen den MSV Duisburg zum fünften Mal den DFB-Pokal gewonnen und dem Zweitligisten schmerzhaft den Klassenunterschied aufgezeigt. Vor allem ein Schalker überragte.
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BerlinNach einer wechselvollen Spielzeit mit einem enttäuschenden 14. Rang in der Bundesliga einerseits und dem Erreichen des Champions-League-Halbfinals andererseits feierten die Gelsenkirchener im Finale des DFB-Pokals mit einem deutlichen 5:0 (3:0)-Erfolg im Ruhrpott-Duell gegen die Nachbarn aus Duisburg einen versöhnlichen Saisonabschluss. Zugleich schafften sie damit die vor allem unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten so wichtige Europa-League-Qualifikation für die Saison 2011/2012.

Im mit fast 74.000 Zuschauern restlos ausverkauften Olympia-Stadion von Berlin trafen für das Team von Trainer Ralf Rangnick, das zuvor sechs Spiele in Folge verloren hatte, Julian Draxler (18.), Klaas-Jan Huntelaar (22./70.), Benedikt Höwedes (42.) und der Spanier Jose Manuel Jurado (55.). Überragender Mann des Abends beim fünften Pokalsieg nach 1937, 1972, 2001 und 2002 war aber der peruanische Angreifer Jefferson Farfan, der vier der fünf Tore vorbereitete. Die Schalker stellten im 68. Finalspiel seit 1935 damit einen Rekord ein, den sie selbst seit 1972 halten: Damals gewannen die „Knappen“ das Endspiel ebenfalls mit 5:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Schalke gegen Duisburg war zugleich zum 13. Mal ein Duell, bei dem es einen Klassenunterschied auf dem Papier gab.

Stimmungsmäßig ging es im ganz in Blau und Weiß getauchten Berlin schon lange vor dem Anpfiff zur Sache – erst in der Innenstadt, wo de Zebras vor allem am Brandenburger Tor in der Überzahl waren und die Schalker am Kurfürstendamm das Bild bestimmten, und dann im Olympiastadion: Die blau-weißen Anhänger in beiden Lagern lieferten sich einen fulminanten Fan-Song-Contest, bei dem die 30.000 mitgereisten Schalker die ersten leichten Vorteile gegenüber den etwa 20.000 Anhängern aus der Nachbarstadt verbuchen konnten. Als es dann losging, störten nur die königsblauen Profis selbst das Bild: Sie mussten in ihren neuen Ausweichtrikots im Brombeerfarbton „ultra beauty“ auflaufen.

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