Remis im Westderby
Gladbach sitzt Bayer weiter im Nacken

Leverkusen hat zwar die Rückkehr auf den dritten Tabellenplatz geschafft, im Verfolgerduell mit Gladbach kam Bayer aber nicht über ein 1:1 hinaus. Damit sitzen die Fohlen der Werkself weiter punktgleich im Nacken.
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LeverkusenChampions-League-Achtelfinalist Bayer Leverkusen hat mit dem 1:1 (1:1) im Westderby gegen Borussia Mönchengladbach wichtige Punkte verschenkt, bleibt aber zu Hause ungeschlagen und rückte auf Platz drei vor. In einem unterhaltsamen und rasanten Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga hat sich die Gäste-Elf von Trainer Lucien Favre den Auswärtspunkt dank einer beachtlichen Steigerung nach der Pause mehr als verdient. Hakan Calhanoglu brachte die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt am Sonntag vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena mit seinem vierten Saisontor in Führung (18. Minute). Dem Belgier Roel Brouwers glückte in einem unterhaltsamen Duell noch vor der Pause der Ausgleich (40.).

Bayer gehörte fünf Tage nach dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League zwar fast die gesamte erste Halbzeit. Doch die Heim-Elf beherzigte das Credo von Schmidt „Bedingungslose Offensive“ nur vor der Pause. Angesichts der Überlegenheit war da ein Treffer aus zwölf Torschüssen zu wenig, der Coach hatte immer wieder die mangelnde Chancenverwertung kritisiert. Gladbach ist mit 24 Zählern hinter den punktgleichen Leverkusenern Vierter.

Die anfangs harmlosen Gladbacher, die in der vorigen Saison beide Westderbys gegen die Werkself verloren, hätten sogar in Führung gehen müssen: Nach einem mustergültigen Konter verzog Patrick Herrmann nach perfektem Querpass von Max Kruse nur knapp (7.). Auf der Gegenseite zwang Karim Bellarabi Gladbachs Keeper Yann Sommer mit einem 22-Meter-Schuss zu einer ersten Glanzparade (10.).

Beim 1:0 ging es dann blitzschnell: Abschlag Bernd Leno, Kopfball-Abtropfer von Stefan Kießling - bei Calhanoglus 18-Meter-Schuss in den Winkel stand Sommer allerdings etwas zu weit vor dem Tor. Zudem machten Alvaro Dominguez und Brouwers im Abwehrzentrum keine gute Figur. Fast hätte Bellarabi auf 2:0 erhöht (36.) - nur um Zentimeter segelte der Ball am langen Pfosten vorbei.

Drei Tage nach dem Einzug in die K.o.-Runde der Europa League waren die Gäste nur bei sporadischen Kontern präsent, am 16er meistens nicht konsequent und präzise genug. Der Ausgleich traf die überlegenen Gastgeber dann auch wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Nach Eckball von Thorgan Hazard, der für Raffael in die Startelf rückte, traf Brouwers volley aus zehn Metern mit der Innenseite. Zweite Chance, erstes Tor - der Ausgleich beflügelte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre.

Nach der Pause stürmte Gladbach drauflos, stürzte sich in die Zweikämpfe und wurde immer stärker: Hazard (50.), Brouwers (55.) und Herrmann (59.) vergaben dicke Chancen zum 2:1, der Königsklassen-Achtelfinalist aus Leverkusen war über weite Strecken völlig abgemeldet. Weltmeister Christoph Kramer blieb unauffällig - für Schlagzeilen konnte der 23-Jährige, der zum Saisonende wieder nach Leverkusen zurück muss, diesmal nicht sorgen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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