Rennen um Fifa-Spitze
Hammam kapituliert wegen Korruptionsvorwürfen

Mohamed Bin Hammam, der Herausforderer von FIFA-Chef Joseph Blatter, hat seine Kandidatur zurückgezogen. Doch der Weg für Blatter ist damit noch lange nicht frei: Auch gegen ihn selbst wird wegen Korruption ermittelt.
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KölnMohamed Bin Hammam hat seine Kandidatur gegen Amtsinhaber Joseph S. Blatter für die am kommenden Mittwoch anstehende Wahl des FIFA-Präsidenten wegen der Bestechungsvorwürfe gegen seine Person zurückgezogen. Das gab der 62 Jahre alte Katarer auf seiner Homepage (mohamedbinhammam.com) bekannt. „Die jüngsten Vorfälle haben mich in offizieller und privater Hinsicht verletzt  und enttäuscht“, heißt es in einem Statement Bin Hammams.

„Ich kann  es nicht zulassen, dass das Ansehen der FIFA mehr und mehr in den  Schmutz gezogen wird. Deshalb habe ich beschlossen, meine  Kandidatur zurückzuziehen.“ Die FIFA-Ethikkommission hatte am Mittwoch ein Verfahren gegen  Bin Hamman, Exko-Mitglied Jack Warner und zwei Funktionäre des  Fußball-Verbandes der Karibik CFU eingeleitet.

Bin Hammam wird  vorgeworfen, dass es im Zuge der Präsidentschaftswahl bei einem von  Warner organisierten Treffen der CFU am 10. und 11. Mai in Trinidad zu Bestechungsabsprachen gekommen sei. Bin Hammam und Warner sollen verschiedenen Verbänden 40.000  Dollar (28.000 Euro) geboten haben, falls sie bei der  Kampfabstimmung am 1. Juni in Zürich für den Blatter-Herausforderer votieren. Bereits nach der doppelten Vergabe der  Weltmeisterschaften 2018 und 2022 waren hinter den Kulissen  Bestechungsvorwürfe gegen Bin Hammam laut geworden.  

Damit ist eine vierte Amtszeit des 75-jährigen Joseph S. Blatter an der Spitze des Fußball-Weltverbandes wahrscheinlicher geworden. Gerüchten zufolge will Blatter nur noch zwei Jahre im Amt  bleiben und dann für UEFA-Präsident Michel Platini den Weg frei  machen.

Am Sonntag müssen sich Blatter, Hammam und Warner vor der FIFA-Ethikkommission  mit dem Vorsitzenden Petrus Damaseb in Zürich verantworten. Nach Angaben der Kommission besteht der Verdacht, dass Bin Hammam und Co. den Ethik-Code der FIFA möglicherweise verletzt haben.

Fünf Tage vor den Präsidentschaftswahlen des Verbandes nimmt der Machtkampf um den Chefsessel absurde Züge an. Sowohl der haushohe Wahl-Favorit Blatter als auch Bin Hammam, auf dessen Antrag der  Amtsinhaber geladen wurde, müssen dem Gremium persönlich Rede und  Antwort stehen. Ob das Komitee bis zur Wahl am Mittwoch eine  Entscheidung präsentieren und somit auch die Wähler aus den  FIFA-Konföderationen ins Bild setzen kann, ist ungewiss.

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  • Don Corrupto schaßt einen anderen Corrupto: nun wissen also alle, was das bedeutet: den Blatter, oder waren das die Blattern?, zu "haben".

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