Richter: Sicherheitsbedürfnis während der WM hat Vorrang vor Persönlichkeitsrechten
Ticket-Käufer hat kein Anspruch auf Löschung von Personaldaten

Der Käufer einer Eintrittskarte für ein Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft hat keinen Anspruch auf sofortige Löschung seiner Personaldaten. Das hat das Amtsgericht Frankfurt am Dienstag entschieden.

HB FRANKFURT/MAIN. Der Käufer einer Eintrittskarte für ein Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft hat keinen Anspruch auf sofortige Löschung seiner Personaldaten. Das hat das Amtsgericht Frankfurt am Dienstag entschieden. Die Richter wiesen damit im Eilverfahren die Klage eines Ticket-Käufers gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zurück. Der Kläger hatte den Verband auf sofortige Löschung der beim Kartenkauf festgehaltenen Nummer seines Personalausweises verklagt.

Der Kläger vertrat vor Gericht die Auffassung, die Bekanntgabe seiner Personaldaten sei nur zum Zwecke des Kartenerwerbs erforderlich gewesen. Die Daten müssten deshalb nach dem Ticketkauf gelöscht werden. Der DFB wies jedoch darauf hin, dass die Nummer des jeweiligen Personalausweises bis zu dem entsprechenden Fußballspiel gespeichert bleiben müsse, weil anhand derer unter Umständen die Identifikation des Stadionbesuchers vor Ort überprüft werden könne. Der Vorsitzende Richter äußerte zur Rechtslage, das erhöhte Sicherheitsbedürfnis während der Weltmeisterschaft müsse Vorrang vor möglichen Beeinträchtigungen des Persönlichkeitsrechts Einzelner haben.

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