Fußball
Robinho beharrt auf Real-Transfer

Robinho will nicht mehr für den FC Santos, wohl aber im Trikot der "Königlichen" von Real Madrid auflaufen. Der brasilianische Stürmer übt auf seinen Noch-Verein weiterhin Druck aus, den Transfer schnell abzuwickeln.

Mit aller Macht zieht es den aufstrebenden Jung-Star Robinho zu den "Königlichen": "Ich möchte für Real Madrid spielen. Ich bin mit meinen Gedanken schon bei Real", verkündete Brasiliens neues Fußball-Juwel, auch wenn sein bisheriger Arbeitgeber FC Santos das Ausnahmetalent auch für die von Real gebotenen 20,5 Mill. Euro Ablösesumme nicht ziehen lassen will. Der Pele-Klub beharrt auf der vertraglich fixierten Summe von 41 Mill. Euro (50 Mill. Dollar), wobei 40 Prozent der Transferanteile ohnehin auf Seiten von Robinho liegen, der in der vergangenen Woche am Sieg der "Selecao" beim Konföderationen-Cup in Deutschland beteiligt war.

Die Fronten sind derzeit verhärtet. Obwohl zuvor so vereinbart, erschien der Dribbelkünstler am Dienstag nicht zum Training des FC Santos. "Wir haben die Angelegenheit an den Vorstand weitergegeben. Es ist die Aufgabe des Präsidenten, Maßnahmen zu ergreifen", sagte Trainer Alexandre Gallo vor Journalisten. Santos-Präsident Marcelo Teixera wies nochmals darauf hin, dass der Verein den Spieler auf keinen Fall vor der WM 2006 in Deutschland abzugeben gedenke.

Bereits am Wochenende hatte Robinho mit einem Trainingsboykott gedroht, sollte Santos ihm die Freigabe für einen Wechsel zum neunmaligen Europapokalsieger der Landesmeister verweigern. Dort könnte er künftig mit Landsmann, Weltmeister und WM-Torschützenkönig Ronaldo ein brasilianisches Angriffsgespann bilden.

Training geschwänzt

Santos will allerdings weiterhin auf den Ausnahmespieler bauen, der noch einen Vertrag bis 2008 bei den Südamerikanern besitzt. Bei insgesamt drei Trainingseinheiten hat Robinho mittlerweile gefehlt. Noch am Montag schein es so, als werde der Spieler im Streit mit seinem Arbeitgeber klein beigeben. Da hatte sein Berater Wagner Ribeiro erklärt, Robinho werde weiter den Dress des Stammvereins von Brasiliens Fußball-Idol Pele tragen.

Robinho selbst ist sich seit geraumer Zeit mit den Königlichen aus Madrid einig. Inzwischen erwägt Santos sogar die Einschaltung des Weltverbandes Fifa, um eine Entscheidung zu erzwingen. Zuletzt hatte die Fifa im Fall des Franzosen Philippe Mexes (AS Rom) einen Ablösesumme von acht Mill. Euro festgelegt, nachdem sich die Roma und der Ex-Klub des Spielers, AJ Auxerre, über die Ausgleichszahlung nicht hatten einigen können.

© SID

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