Ronaldinho und Co geloben Besserung
Brasilianische Zauberer ohne Magie

Der haushohe Favorit Brasilien hat sich bis dato ohne den erwartet großen Zauber durch diese WM gespielt. Im heutigen Aufeinandertreffen mit Ghana will die Seleção nu ihr wahres Gesicht zeigen. Die gelben Ball-Magier geloben Besserung.

DORTMUND. Noch vor gut zwei Wochen hätte die Frage nicht als Kopfschütteln ausgelöst. Doch nun muss man sie stellen: "Wie gut ist die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft, wie gut kann sie bei dieser Weltmeisterschaft wirklich spielen?"

War die Elf von Trainer Carlos Alberto Parreira noch vor der WM klarer Favorit auf den Titel und galt als die Mannschaft, die den schönsten Fußball spielt, überzeugten die Auftritte der Seleção bislang nicht. Lediglich im dritten Gruppenspiel gegen Japan deuteten die Brasilianer an, was in ihnen steckt, da spielten sie ansatzweise das, was in der Fußballsprache gerne als brasilianisch bezeichnet wird.

Ein gutes Beispiel dafür, dass die Brasilianer weit unter ihren Möglichkeiten spielen, ist ihr Bester, der Weltfußballer der vergangenen beiden Jahre, Ronaldinho. In seinem Verein, dem FC Barcelona, spielte er noch vor wenigen Wochen Weltklasse und führte die Mannschaft zum Gewinn der Champions-League gegen Arsenal London, den Verein der deutschen Nummer eins, Jens Lehmann. Doch in der Nationalmannschaft, bei der Weltmeisterschaft, blieb Ronaldinho bislang weit unter seinen Möglichkeiten. Er, der von sich selbst sagt, der Ball sei seine Freundin, spielte Fehlpässe, blieb mit seinen Dribblings an den Beinen der gegnerischen Abwehrspieler hängen und ließ sich den Ball abluchsen. Schwächen, die er bei Barcelona so gut wie nie offenbarte.



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"Ich kann besser spielen", gibt Ronaldinho denn auch reumütig zu. Und sein Mannschaftskamerad in der Nationalelf, Kaká, einer der bislang besten und engagiertesten Brasilianer, nahm den "Superstar" in Schutz: "Ronaldinho spielt in Barcelona besser als in der Seleção, weil er dort mit Eto'o und Giuly zwei schnelle Spitzen hat."

Dieser Satz war zugleich ein deutlicher Seitenhieb in Richtung der beiden brasilianischen Stürmer Ronaldo und Adriano. Der eine, Ronaldo von Real Madrid, kämpft sich nach einer Verletzung noch an seine alte Form und Schnelligkeit heran. Darüber können auch seine beiden Tore gegen die schwachen Japaner nicht hinweg täuschen. Der andere, Adriano von Inter Mailand, dessen Stern vor einem Jahr beim Confed-Cup zu leuchten begann, ist außer Form.

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