Fußball
Ronaldo steigt ins Motorsport-Geschäft ein

Brasiliens Superstar Ronaldo steigt als Investor in die Motorsport-Szene ein und unterstützt sein Heimatland in der neuen A1-Serie. Unterdessen fürchtet der Stürmer um seinen Stammplatz in der "Selecao".

Die Motorsport-Szene erhält Unterstützung von einem Weltstar. Der brasilianische Weltmeister Ronaldo macht aus seiner großen Leidenschaft ein Geschäft und steigt als Investor in die neue A1-Serie ein. Der Angreifer von Real Madrid unterstützt ein Team, das für sein Heimatland fahren wird. Das verkündete der 28-Jährige am Mittwoch in Sao Paolo. Neben dem WM-Torschützenkönig ist auch der zweimalige Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi bei dem Team finanziell engagiert.

"Ich liebe Autorennen", sagte Ronaldo, der gleichzeitig angab, die große Motorsport-Tradition Brasiliens weiterführen zu wollen. Die A1-Serie startet im September 2005 als "Weltmeisterschaft des Motorsports" mit reinen Nationalteams, die jeweils mit den gleichen Autos, Motoren und Reifen fahren. Darunter sind Teams aus Südafrika, Australien, China, dem Libanon und eben Brasilien.

Ronaldo fürchtet um Stammplatz

Unterdessen fürchtet Ronaldo wegen des neuen Sturm-Quartetts von Confederations-Cup-Sieger Brasilien um seinen Stammplatz in der "Selecao". "Wenn ich in meinem Klub keine Tore schieße, wird er keinen Grund haben, mich zu berufen", erklärte der Stürmer von Real Madrid in der Heimat zur angeblichen Garantie von Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira.

"Dreieck, Viereck. Diese Namen gehören nicht in den Fußball. Die Spieler bewegen sich viel, deshalb macht das keinen Sinn, davon zu sprechen", beurteilte der 28-Jährige leicht abwertend das neue "magische Quartett" des fünfmaligen WM-Champions mit den Stürmern Adriano und Robinho sowie den hängenden Spitzen Ronaldinho und Kaka, die bei der "Mini-WM" mit Zauberfußball berauscht hatten.

"Ich passe mich an alles an. Vielleicht können wir sogar zu dritt vorne spielen", meinte der WM-Torschützenkönig von 2002, der demnächst wohl bei den "Königlichen" mit dem umworbenen Robinho ein Duo bilden wird. Parreira hatte wegen Ronaldos Verzicht auf den Confederations Cup seinen Superstar schon zuvor aus dem Aufgebot für die WM-Qualifikationsspiele Anfang Juni gegen Paraguay und in Argentinien gestrichen.

"Jahr meines Lebens"

Seine Entscheidung, statt Confederations-Cup lieber Urlaub zu machen, bereut Ronaldo indessen nicht. "Ich möchte mich gut vorbereiten, damit ich ohne gesundheitliche Probleme in die Saison komme. Ich hoffe, dass es das Jahr meines Lebens wird, das wichtigste und das schönste", bekräftigte "o Fenomeno", der bei der WM in Deutschland nach 1994 in den USA (nur Reservist) und 2002 in Südkorea und Japan seinen dritten Titel anstrebt.

© SID

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