Ronaldo verlängert bei Real Endstufe erreicht

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Real steckt in der Kostenspirale

Seit seinem Wechsel von Manchester United zu Real im Sommer 2009 hat Ronaldo mit den Königlichen neun Titel gewonnen, darunter die Champions League 2014 und 2016 und die Liga 2012. In 360 Spielen für den spanischen Rekordmeister traf der Mann von der Insel Madeira 372 Mal. In den vergangenen Wochen hatte Real die Verträge mit mehreren Profis verlängert, darunter mit Weltmeister Toni Kroos, Gareth Bale (beide bis 2022) und Luka Modric (bis 2020). Ronaldos Vertrag toppt deren Gehälter nun wieder deutlich. Zum Vergleich: Toni Kroos erhält in seinem neuen Vertrag etwas mehr als 20 Millionen Euro pro Jahr. Die oft kritisierten hohen Gehälter der Profis ergeben sich dabei maßgeblich aus den finanziellen Erlösen, die die Stars ihren Klubs einbringen. Das Ronaldo-Trikot etwa ist eines der meistverkauften der Welt, sein Marketingwert ist ebenfalls etliche Millionen schwer. Hinzu kommen die Einnahmen durch Prämien und Sponsorengelder, also durch sportlichen Erfolg.

77 Millionen Euro Umsatz machte Real Madrid in der Saison 2014/15, ist damit laut der „Football Money League“ der Wirtschaftsberater von Deloitte der vermögendste Fußballverein der Welt. Die Preisspirale ist dennoch gefährlich: Denn von den steigenden Einnahmen muss Real nicht nur steigende Gehälter bezahlen, sondern auch Verbindlichkeiten und Schulden von mehr als einer halben Milliarde Euro bedienen. Nach Steuern bleibt beim spanischen Rekordmeister zwar seit Jahren ein hoher Gewinn, meist 30 Millionen oder mehr. Die hohen Kosten sorgen aber dafür, dass Madrid in der Champions League stets unter Erfolgsdruck steht. Ein mehrmaliges Verpassen der Qualifikation würde große Löcher in die Kalkulation reißen.

Aktuell läuft es sportlich für die Madrilenen. Der 3:0-Sieg gegen Leganés am Sonntag war bereits der achte Saisonerfolg in der Liga. Dadurch erhöhte der Champions-League-Gegner von Borussia Dortmund sein Punktekonto nach elf Spieltagen auf 27. Für die Gastgeber trafen der Waliser Gareth Bale (27. und 45. Minute) und der spanische Nationalstürmer Álvaro Morata (75.). Ronaldo allerdings blieb erneut blass und ging trotz mehrerer Chancen leer aus.

Stadtrivale Atlético Madrid hatte bereits am Samstag bei Real Sociedad San Sebastián überraschend 0:2 verloren und liegt damit schon sechs Zähler hinter Real. Die Partie von Titelverteidiger FC Barcelona beim FC Sevilla war für Sonntagabend angesetzt.

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