Ronaldos Fitness wird zum Staatsdrama
Der brasilianische Patient

"Was ist bloß mit Ronaldo los?", fragt sich alle Fußballwelt. Aufgrund von Schwindelgefühlen musste der formschwache brasilianische Angreifer am Nachmittag in einem Frankfurter Krankenhaus behandelt werden. Diagnose: "Nichts unnormales." Der 29-Jährige hat lediglich fünf Kilo zuviel im Gepäck.

HB KÖNIGSTEIN. Schon wieder Aufregung um Ronaldo: Der brasilianische Stürmer musste wegen Schwindelgefühlen in einem Frankfurter Krankenhaus untersucht werden. Die medizinischen Tests ergaben jedoch keine auffälligen Ergebnisse. Am Donnerstag konnte der 29-Jährige, der beim WM-Auftakt gegen Kroatien eine desolate Leistung gezeigt hatte, im brasilianischen WM-Quartier in Königstein im Taunus wieder mittrainieren, beschränkte sich aber auf Lockerungsübungen. "Mir geht es heute viel besser", sagte er. Ronaldo hatte sich am Morgen nach dem 1:0-Sieg unwohl gefühlt. "Der Doktor schickte mich ins Krankenhaus für eine Reihe von Untersuchungen", sagte er. "Es ergab nichts Unnormales. Das gab uns die nötige Ruhe."

Am Dienstag hatte Brasilien Kroatien mühsam mit 1:0 besiegt. Ronaldo hatte sich dabei unbeweglich und hüftsteif über den Platz geschleppt. Die Zuschauer verabschiedeten den dreimaligen Weltfußballer des Jahres bei seiner Auswechslung in der 69. Minute mit einem gellenden Pfeifkonzert.

Ronaldo räumte ein, dass er nicht gut gespielt hatte. "Mir ist durchaus bewusst, dass dies nicht die Leistung war, die ich mir für den Auftakt gewünscht hätte", sagte er am Donnerstag. "Wichtig ist aber, das wir das Spiel gewonnen haben. Jetzt versuchen wir, uns fürs nächste Match zu verbessern."

Trotz der indiskutablen Leistung hatte Trainer Carlos Alberto Parreira angekündigt, an seinem formschwachen Schützling festzuhalten, da dieser eine Schlüsselfigur im Team sei. Er zeigte sich überzeugt davon, dass der WM-Torschützenkönig von 2002 seine alte Form wiederfinden und die Südamerikaner zu ihrem sechsten Titel schießen werde. Für Ronaldo selbst würde das bedeuten, dass er ebenso wie Pele dreimaliger Weltmeister wäre.

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