Rot für Rooney
„Schiri" Elizondo wehrt sich gegen Vorwürfe

"Die Portugiesen hatten keinen Einfluss auf meine Entscheidung", sagte Referee Elizondo der Londoner Tageszeitung The Times und wies damit Vorwürfe zurück, er hätte sich beim Rooney-Rot von den Protesten leiten lassen.

Schiedsrichter Horacio Elizondo setzt sich vehement gegen Vorwürfe zu Wehr, er habe dem englischen Nationalspieler Wayne Rooney im WM-Viertelfinale gegen Portugal die Rote Karte nur auf Drängen der Iberer gezeigt. "Es war eine klare Tätlichkeit, deshalb habe ich Rot gezeigt", sagte der argentinische Referee der Londoner Tageszeitung The Times. Er hatte Rooney wegen eines Tritts in den Unterleib des am Boden liegenden Gegenspielers Carvalho des Feldes verwiesen.

Cristiano Ronaldo, Teamkollege von Rooney bei Manchester United, war nach dem rüden Foul fast 40 Meter über das Feld geeilt, um Rot für Rooney zu fordern. Der englische Torjäger drohte deshalb am Montag im englischen Boulevard-Blatt The Sun: "Wenn ich Ronaldo das nächste Mal sehe, breche ich ihn in zwei Teile."

"Ich bin mir meiner Verantwortung in einem so wichtigen Spiel bewusst. Deshalb können die Leute sagen, was sie wollen. Die Portugiesen hatten keinen Einfluss auf meine Entscheidung", unterstrich Elizondo und berichtete, dass der englische Nationalcoach Sven-Göran Eriksson sogar zu ihm in die Kabine gekommen sei, ihm zu der guten Leistung gratuliert und auch den Platzverweis als berechtigt bezeichnet habe.

Inzwischen scheint sich Rooney nach einem Gespräch mit Manu-Teammanager Sir Alex Ferguson wieder ein wenig beruhigt zu haben. "Ich hege keinen Hass auf Ronaldo, aber ich bin tief enttäuscht darüber, dass er sich als Unbeteiligter in die Sache eingemischt hat", sagte der 20-Jährige.

© SID

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