Roter Teppich für Ballack & Co in Ascona
Löw eröffnet Polen-Poker

Sonne, Ruhe, Seeblick - Ascona hatte für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft den Roten Teppich ausgerollt. Doch die EM-"Gipfelstürmer" von Joachim Löw wollten sich nach der Ankunft im sommerlichen und idyllischen Tessin nicht lange mit Begrüßungszeremonien aufhalten.

dpa ASCONA. Die Zeit drängt - am Sonntag muss der Bundestrainer gegen Polen ein top-fittes Team auf das Grün im Klagenfurter Stadion schicken. "Wir müssen jeden Tag konzentriert und fokussiert arbeiten", hatte der Bundestrainer kurz vor der Abreise zur Euro 2008 nochmals gefordert. Acht Trainingseinheiten sollen den "Feinschliff" bringen, die erste stand schon am Dienstagnachmittag in Löws "EM-Drehbuch" für das geplante neue Fußball-Sommermärchen, das am 29. Juni in Wien mit dem Titelgewinn enden soll.

Nach einem knapp einstündigen Flug von Frankfurt nach Lugano landete der Mannschaftsflieger trotz eines Streiks auf dem Rhein- Main-Airport in Frankfurt/Main bei der "Lufthansa Cityline" pünktlich um 12.12 Uhr in Lugano. Dort wurden Kapitän Michael Ballack & Co. von Kindern, die schwarze, rote und goldene Shirts trugen, auf einem roten Teppich empfangen. Die von Präsident Theo Zwanziger angeführte Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hielt sich allerdings nicht lange bei der offiziellen Begrüßung durch Vertreter von Stadt und Kanton auf, sondern bestieg rasch den EM-Mannschaftsbus mit der Aufschrift "Deutschland - ein Team - ein Ziel" und fuhr weiter ins rund 45 Minuten entfernte Quartier am Lago Maggiore.

Auch dort war ein roter Empfangs-Läufer vor dem exklusiven Fünf- Sterne-Hotel "Giardino" ausgelegt worden. Rund 50 Urlauber und eine Schar von Medienvertretern sorgten für eine eher beschauliche Ankunft in dem ruhigen Urlaubsort. Die Chance zur Kontaktaufnahme oder auf ein paar Autogramme gab es praktisch nicht. Ein einheimischer Polizist kommentierte die Absperr-Maßnahmen süffisant: "Das ist abgeschirmt, noch schlimmer als eine Festung."

Als Empfangschef fungierte der aus dem Tessin stammende Oliver Neuville, der nicht mit dem Team angereist war, sondern schon den zweitägigen Kurzurlaub nach dem 2:1-Sieg gegen Serbien in seiner Heimat im Kreise der Familie verbracht hatte. Wie bestellt strahlte auch die Sonne über dem Lago Maggiore, über dem am Vortag noch ein Unwetter getobt hatte. Neuville, der einst als 18-Jähriger schon einmal im Trainingscamp in Tenero gewesen war, will aber nicht den Fremdenführer geben: "Wir sind hier, um eine EM zu spielen und nicht, um Urlaub zu machen."

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