Rückschlag für Fußball-Investoren
DFL zementiert 50+1-Regel

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat auf ihrer Vorstandssitzung mehrere wichtige Beschlüsse gefasst und eine Machbarkeitsstudie zur möglichen Aufstockung der 1. und 2. Bundesliga angekündigt.

dpa FRANKFURT/MAIN. So soll in Zukunft die sogenannte 50+1-Regel beibehalten und keine Stimmenmehrheit von Investoren zugelassen werden. Zudem wird es wie bereits 2008 auch im kommenden Jahr keinen Ligapokal geben.

Ein Vorschlag zum Erhalt der 50+1-Regel soll der DFL-Mitgliederversammlung unterbreitet werden. Für eine Änderung wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit sowohl in der Mitgliederversammlung als auch auf dem DFB-Bundestag erforderlich. "Dieser Beschluss wurde nach einer sehr sachlich geführten Diskussion und unter Berücksichtigung der Argumente von Hannover 96 getroffen", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball laut einer DFL-Presseerklärung.

Martin Kind, Präsident des Bundesligisten Hannover 96, hatte schon seit längerem gefordert, die Regelung aufzuheben, um seinen Club für Investoren zu öffnen. "Es gibt unterschiedliche Rechtsauffassungen, die müssen geklärt werden", sagte Kind. Ob es zu einer Klage kommt und gegen wen, müssten Rechtsanwälte entscheiden. Nach Angaben des 96-Clubchefs vertreten noch weitere Proficlubs seine Positionen. "Es sind aber nicht 75 Prozent. Die Empfehlung des Ligavorstands wird durchkommen", sagte Kind.

Auf zusätzliche Einnahmen im Ligapokal müssen die Bundesligisten auch im Jahr 2009 verzichten, da dieser erneut nicht ausgespielt wird. "Es gibt in dieser Hinsicht weitere Fragestellungen, über die die Liga ebenfalls befinden muss - beispielsweise die Diskussion um die mögliche Aufstockung von Bundesliga und 2. Bundesliga. Diese Punkte müssen zunächst entschieden werden", sagte Rauball.

In der angekündigten Machbarkeitsstudie zur möglichen Aufstockung der 1. und 2. Bundesliga sollen insbesondere spielbetriebs- und vermarktungstechnische Aspekte sowie sportmedizinische und organisatorische Gesichtspunkte untersucht werden. "Unser Ziel ist es, auf diese Weise eine optimale Grundlage zu schaffen, um mit Hilfe von objektiven Kriterien das Thema anzugehen", erklärte Rauball.

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