Rückzug des United-Veteranen
Everton-Trainer wird Nachfolger von Ferguson

Der Nachfolger von Alex Ferguson bei Manchester United steht fest. Der Außenseiter David Moyes, Trainer des FC Everton, übernimmt. Moyes würde ein Problem mit zu den Red Devils bringen.
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Die letzten beiden Spiele von Sir Alex Ferguson werden zur Huldigung einer Trainer-Ikone - auf Nachfolger David Moyes wartet bei Manchester United ein unvergleichlich schweres Erbe. „Was Sir Alex Ferguson mit #MUFC erreicht hat, ist außergewöhnlich“, twitterte sogar der britische Premierminister David Cameron.

Unfassbare 48 Titel hat Ferguson in seiner einzigartigen Trainer-Karriere geholt, allein 13 Mal wurde der Schotte mit ManUnited englischer Meister. Am 19. Mai wird er zum letzten Mal auf der Bank in der Premier League Platz nehmen: „Es ist die richtige Zeit“, sagte Ferguson. Die neue Ära nimmt wieder ein Schotte in Angriff: David Moyes, wie Ferguson in Glasgow geboren, tritt zum Saisonende die Nachfolge an. Der 50-Jährige, seit elf Jahren Coach des FC Everton erhält bei Manchester United einen Sechsjahresvertrag.

Allein 26 Jahre hat „Furious Fergie“ auf der Trainerbank der „Red Devils“ das Sagen gehabt. Eine Tribüne ist nach ihm benannt, eine Ferguson-Statue steht vor dem legendären Stadion Old Trafford. Auch weltweit hat der Kaugummi kauende Coach einen Ehrenplatz sicher. „Was er in diesem Spiel erreicht hat, gibt ihm ohne Zweifel einen Platz als einer der 'Großen'“, twitterte der Präsident des Internationalen Fußballverbandes, Joseph Blatter. „Er ist ein wahrer Visionär“, betonte UEFA-Chef Michel Platini: „Sir Alex hat den Fußball massiv geprägt, nicht nur in Schottland und England, sondern in ganz Europa und darüber hinaus.“

Dass er nun einen Schlussstrich unter seine Trainer-Karriere zieht, kam überraschend. Ferguson hatte immer betont, dass allein gesundheitliche Gründe ihn zu einem Rücktritt zwingen könnten; seit 2004 trägt er einen Herzschrittmacher. Zuletzt war auch bekanntgeworden, dass Ferguson sich im Sommer einer Hüftoperation unterziehen wird.

Allerdings hatte er noch am Wochenende im Stadionheft für das Meisterschaftsheimspiel gegen den FC Chelsea (0:1) geschrieben: „Ob ich eine weitere Dekade des Erfolgs beaufsichtigen werde, wird man sehen. Aber ich habe im Moment ganz sicher keine Pläne, etwas aufzugeben, von dem ich glaube, dass es etwas Besonderes werden wird.“ Ganz verloren geht er dem Verein nicht. Ferguson, der wie kein zweiter Trainer einen der erfolgreichsten Vereine Europas und auf der Welt geprägt hat, wird Englands Rekordmeister als Botschafter und Aufsichtsratsmitglied erhalten bleiben.

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