Fußball
Rummenigge: 2007 kostet "Poldi" nur eine Millionen

In den höchsten Tönen hat Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge Stürmer Lukas Podolski gelobt und bestätigt, den Kölner spätestens 2007 holen zu wollen. Die Ablöse soll dann bei nur einer Million Euro liegen.

In einem Interview hat Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge das Interesse an Stürmer Lukas Podolski vom 1. FC Köln bekräftigt. Spätestens 2007 will der deutsche Rekordmeister den Jungstar verpflichten. Dass sein Klub "großes Interesse" an dem 20 Jahre alten Nationalspieler habe, "liegt in der Natur der Sache, er ist ein außergewöhnlicher Spieler", sagte der 49-Jährige, der am Sonntag Geburtstag hat, in der Sport Bild. Dabei verriet er zugleich, dass Podolski im Sommer 2007 schon für eine Ablösesumme von nur einer Million Euro zu haben sei.

Voraussichtlich können die Kölner, die auf Podolski eine Option bis 2008 besitzen, aber schon vorher mit einem Angebot der Bayern rechnen, ein finanziell lukrativerer Wechsel wäre wohl nach der laufenden Saison denkbar. Zu tief in die Tasche greifen würde Rummenigge dann allerdings auch nicht. "Sie können sich vorstellen, dass die Bereitschaft bei uns nicht vorhanden ist, viel Geld für einen Spieler zu bezahlen, wenn dieser im Sommer 2007 für eine Million Euro zu haben ist", sagte der Bayern-Boss.

FC-Manager Rettig verärgert

Wenig begeistert zeigte sich Kölns Manager Andreas Rettig über die Äußerungen von Rummenigge. "Das ist nicht in Ordnung. Ich werde Herrn Rummenigge empfehlen, sich mehr um die eigenen Verträge zu kümmern als um die von anderen Vereinen", sagte Rettig in einem Interview mit einem Internet-Sportanbieter. Nach Meinung des FC-Managers seien die Äußerungen Rummenigges sogar unklug gewesen: "Er muss sich die Frage stellen, ob er sich und seinem Verein damit nicht einen Bärendienst erwiesen hat. Denn wenn es so wäre, wie Rummenigge behauptet, dann ruft das natürlich auch andere Wettbewerber auf den Plan. Und ich weiß nicht, ob das so eine kluge Geschäftspolitik ist.

Podolski wäre sportlicher Gewinn

Keinen Zweifel hegt Rummenigge daran, dass Podolski für die Bayern ein sportlicher Gewinn wäre. "Lukas Podolski wäre reif für den FC Bayern, das beweist er doch in jedem Länderspiel. Der Junge hat einfach Klasse, und mit der setzt er sich überall durch." Darum sieht der Bayern-Chef den Jung-Nationalspieler auch als Verstärkung für den deutschen Rekordmeister: "So einen Spieler verpflichtet man nicht als Auffüller für den Kader, sondern als Stammspieler. Wir haben ja auch keinen Lucio oder Roy Makaay für die Bank geholt."

Rummenigge mag auch keine Probleme erkennen, sollte Podolski tatsächlich sein gewohntes Umfeld in Köln verlassen. "Für ihn und seine Entwicklung wäre es besser. Ein Klassespieler muss auch in eine Klassemannschaft spielen. Als junger Spieler braucht man Top-Leute an seiner Seite, an der Seite solcher Spieler kann Lukas sehr viel lernen und schneller reifen."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%