Rummenigge kündigt Mega-Transfer an
Bayern wollen Neuland betreten

Die derzeitige Krise hinterlässt Spuren beim deutschen Rekordmeister: Manager Uli Hoeneß hat hinsichtlich der schwachen Bayern-Auftritte in dieser Saison erstmals Fehler der Vereins-Führung eingeräumt und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kündigt eine Abkehr von der bisherigen Transferpolitik sowie Kauf eines Top-Stars an.

HB MÜNCHEN. Hoeneß nahm zugleich die Mannschaft für die kommenden Aufgaben in die Pflicht. „Leverkusen war nur der Anfang. Ein Unentschieden gegen Stuttgart wäre darum zu wenig. Jetzt ist der Zeitpunkt, wo die Serie kommen muss", sagte Hoeneß in einem Interview mit Sport Bild vor dem Süd-Gipfel in der Bundesliga am Samstag gegen den Tabellenführer VfB Stuttgart.

Hoeneß: „Wir haben die Belastung unterschätzt"

Zugleich bezeichnete der 54-Jährige die Forderung des Vorstands nach „attraktiven Powerfußball" im Anschluss an die WM als Fehleinschätzung. „Man muss ehrlich sagen, dass das nach der WM einfach nicht möglich war. Wir haben die Belastung der Nationalspieler völlig unterschätzt. Ob Podolski, Schweinsteiger, Lahm oder Sagnol - alle sind sehr schwer in die Gänge gekommen. Das war der reine Überlebenskampf. Die Spieler waren körperlich und mental am Ende", erklärte der Weltmeister von 1974.

Mittlerweile sieht Hoeneß die Talsohle aber als durchschritten an. Ein Grund dafür sei die intensivere Kommunikation zwischen Trainer Felix Magath und der Mannschaft. „Offensichtlich hat er (Magath, d. Red.) erkannt, dass es in dieser schwierigen Zeit der Neuorientierung wichtig ist, auch einzelne Spieler persönlich anzusprechen. Diese junge Generation braucht doch mehr Hilfe und Orientierung." Dass das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer stimme, habe ihm das Spiel in Leverkusen gezeigt, als die Bayern einen 1:2-Rückstand in einen 3:2-Auswärtssieg drehten. „Eine Mannschaft, die keinen Mumm und keine Power hat, hätte das nicht geschafft", sagte Hoeneß.

Vom geglückten Experiment mit Bastian Schweinsteiger hinter den Spitzen verspricht sich Hoeneß für die Zukunft einiges. „Wir hoffen, dass er die Position mittel- und langfristig besetzen kann, denn dann wären wir viele Sorgen los", sagte Hoeneß und bezeichnete Schweinsteiger neben Philipp Lahm als einen jener Spieler, die verstärkt Verantwortung übernehmen müssen.

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