Fußball
Rummenigge wettert gegen Premiere und Uefa

Mit dem Verkauf der Fernsehrechte an der Champions League durch die Uefa an den Pay-TV-Sender Premiere ist Karl-Heinz Rummenigge gar nicht glücklich. Der Vorstandschef von Bayern München sorgt sich um Sponsorengelder.

Zwischen Premiere und Bayern München geht es im Streit um die TV-Übertragungsrechte für die Champions League ab 2006/07 in die nächste Runde. "Herr Mahr sollte sich nicht als Mäzen der Bundesliga aufspielen", attackierte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge Vorstandsmitglied Hans Mahr vom Pay-TV-Sender Premiere bei einer hitzig geführten Debatte im Rahmen des Medienforums Berlin-Brandenburg.

Noch härter ins Gericht ging Rummenigge mit der Europäischen Fußball-Union (Uefa), die Premiere die kompletten Rechte an der "Königsklasse" für drei Jahre verkaufte. "Jetzt heißt es auf einmal, ab der Saison 2006/07 gibt es die Bayern in der Champions League nur noch im Pay-TV. Was glauben Sie, was bei uns auf der Geschäftsstelle los ist? Die Herren in der Schweiz sind die Schuldigen", polterte der Ex-Profi: "In der Schweiz wird einfach gemacht, und dann müssen Klubs wie Bayern München, Schalke 04 und Werder Bremen die Suppe wieder auslöffeln."

Mahr sichert Finale im Free-TV zu

Premiere-Vorstandsmitglied Mahr verteidigte im VIP-Bereich des Berliner Olympiastadions das Konzept seines Senders. "Es wird an jedem Dienstag und an jedem Mittwoch ein Champions-League-Spiel im Free-TV geben. Ich bin davon überzeugt, dass auch jeder deutsche Verein einmal dabei sein wird. Das Finale gibt es zudem auf jeden Fall im Free-TV", sagte der Österreicher.

Zurzeit prüfe sein Sender, wie der eigene Free-TV-Kanal aussehen soll. "Es gibt eine Menge Optionen. Vom Einkauf eines neuen Senders bis zum Aufbau altbekannter Sender. Das reicht von Tele fünf bis XXP", sagte der Medien-Fachmann. Angesprochen auf die Sorge der Klubs, dass deren Sponsoren im Pay-TV von zu wenig Zuschauern gesehen würden, verwies Mahr auf die Entwicklung der Einschaltquoten: "Wir haben mittlerweile drei Mill. Abonnenten. Bald vier Millionen. Das sind auch viele Zuschauer."

Rummenigge beschwört den "gemeinsamen Kreislauf"

Rummenigge dagegen betonte noch einmal die Bedeutung der Sponsoren für Klubs. "Wenn Bayern München 34 Spieltage der Saison an erster Stelle steht, erhält der Klub 16,2 Mill. Euro aus der Bundesliga. Die Sponsoren geben uns viermal so viel. Auf das Geld sind wir angewiesen, wollen wir Spieler wie Michael Ballack in Deutschland halten. Daran müsste auch Premiere interessiert sein, damit der deutsche Markt interessant bleibt. Das ist ein gemeinsamer Kreislauf."

© SID

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