Saisonstart im Fußball Die Bundesliga muss liefern

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Premier League international gefragter

Am Freitag wird es für Bayern ernst

Unterhitzenberger erwartet auch für die kommende Saison gute wirtschaftliche Ergebnisse im deutschen Profifußball. Die Quelle für diesen Erfolg sieht sie aber nicht in Deutschland, wie das Beispiel der medialen Vermarktung zeige. „Mit den jetzt vergebenen Übertragungsrechten ist das Potenzial in Deutschland weitgehend ausgeschöpft, viel mehr werden die Medienhäuser in Zukunft kaum zahlen werden. Möglichkeiten gibt es aber noch im Ausland, wie die Erfolge der spanischen und englischen Liga zeigen.“

Diese Ligen erfreuen sich abseits ihres Heimatmarkts großer Beliebtheit und kassieren deutlich besser als die deutsche Konkurrenz. 2012 schloss die englische Premier League einen neuen Übertragungsrechtevertrag für das Ausland ab und nimmt damit pro Spielzeit 562 Millionen Euro ein. Die DFL freute sich derweil über einen fünfzigprozentigen Zuwachs der Einnahmen aus dem Auslandsgeschäft auf 71,6 Millionen Euro.

Um in Zukunft in ähnliche Sphären vorstoßen zu können, müsse die Auslandsvermarktung der Liga und auch der einzelnen Klubs weiter vorangetrieben werden, so Unterhitzenberger – Grundlage dafür sei aber, dass deutsche Klubs auf internationalem Parkett konstant gute Leistungen bringen. „Um außerhalb Deutschlands langfristig erfolgreich zu sein, sind weitere internationale Erfolge notwendig. Besonders effektiv ist es natürlich, wenn gleich mehrere Vereine in der Champions League für Furore sorgen“, so die Studienautorin.

Zwar schlage es sich für Stuttgart, Augsburg, Bremen und Co. nicht unmittelbar wirtschaftlich nieder, wenn sich BVB und FCB um die Krone des europäischen Fußballkönigs streiten, so Unterhitzenberger. Doch der Erfolg färbt ab. „Dass zwei deutsche Teams im Finale der Champions League waren, hat dem deutschen Fußball insgesamt gut getan: Es hat gezeigt, wie gut die Liga ist“, sagte Philippe Blatter, Chef des Sportrechtevermarkters Infront vergangene Woche im Handelsblatt-Interview.

Das bestätigt die Fußballstudie von Ernst & Young: Die Klubs der ersten Liga bewerten sportliche Wettbewerbsfähigkeit ihrer Spielklasse sehr positiv. 80 Prozent der Befragten schätzten sie im Vergleich mit den Topligen aus Spanien, England, Frankreich und Italien als „sehr hoch“ ein – Bestwert. Die sportliche Wettbewerbsfähigkeit der häufig als stärkste Liga der Welt bezeichneten Premier League bewerteten nur 48 Prozent der Klubs als „sehr hoch“ (Spanien: 43 Prozent).

Ähnlich verhält es sich mit der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit. Obwohl das Vermögen der Liga alles andere als ausgeglichen verteilt ist und Klubs wie Schalke 04 oder der Hamburger SV mit Schulden zu kämpfen haben, schätzen 78 Prozent der Befragten die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Liga als „sehr hoch“ ein, die englische Liga sehen nur 13 Prozent auf gleichem Niveau, die italienische Seria A und die spanische La Liga werden wirtschaftlich mehrheitlich als mittelmäßig oder sogar schlecht beurteilt.


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2 Kommentare zu "Saisonstart im Fußball: Die Bundesliga muss liefern"

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  • Die Bundesliga muss liefern.

    Die Erträge der 18 Bundesligisten haben sich von 2001/02 bis 2011/12 von einer Milliarde Euro auf 2,1 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.
    -------
    Die Bundesliga muss ab-liefern.

    So steht alles und jeder für die Wirtschaft,den Steuern
    unter Lieferzwang.
    Und wer sich da alles dran gehangen hat seit den
    Zeiten,von und nach Fritz Walter,als Fußball noch
    Freizeitspaß war...Welche Rechte sich Medien,
    Berater,Werbung,Ausstatter gesichert haben.

    Transfersummen,welche die ganze Perversion des
    Kapitalismus aufzeigen.

    Aber die tumbe Masse zahlt für ihren Ersatzkrieg auf
    den Rasen..leider.
    Ich spiel da lieber mit Freunden im Park und am Strand
    Völkerball..Ganz ohne Holligans und destruktiven
    Frustrationserscheinungen.Kostenloser Spaß für viele.


  • Zitat : Die Bundesliga muss liefern

    - ich würde mal sagen, dass vor allem das vollmundige Trainermännchen in der Pflicht steht, zu liefern !

    Und so wie ich die Sache einschätze, handelt es sich bei dem um die gleiche Lieferantenqualität, wie beim FDP-Waisenknabe !

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