Saisonstart im Fußball Die Bundesliga muss liefern

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Stars zieht es in die Bundesliga
Diese Spieler wollen die Liga rocken
Omar Elabdellaoui
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Omar Elabdellaoui (Eintracht Braunschweig)
Zumindest in Sachen Ausspracheschwierigkeiten kommt der 21-jährige Norweger an die Bundesliga-Toptransfers Aubameyang und Mchitarian heran, sportlich fehlt wohl noch ein Stückchen. In der 2. Liga hat der dribbelstarke und pfeilschnelle Cousin von Stuttgarts Mohammed Abdellaoue auf der rechten Braunschweiger Seite aber bereits seine Marken gesetzt: Drei Assists in seinen ersten drei Spielen in der Rückrunde machten den Verantwortlichen bei der Eintracht schnell klar, dass der im Winter von Manchester City ausgeliehene Flügelspieler bleiben soll, die Kaufoption wurde direkt nach dem Aufstieg gezogen.

VfL Wolfsburg - Eintracht Braunschweig
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Simeon Jackson (Eintracht Braunschweig)

Konkurrenz auf der rechten Seite bekommt Elabdellaoui aus Kanada: Simeon Jackson (r.) hat der Aufsteiger quasi vom Spielfeld des Gold Cups eingeflogen. Der schnelle 26-Jährige ist als Konterspieler eingeplant.

Hertha BSC lädt zur Saisoneröffnung
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Ronny (Hertha BSC)
Herthas Abstieg war sein persönlicher Aufstieg. Nach dem Sturz in Liga zwei vor einem Jahr und dem folgenden Abgang seines Bruders Raffael war der Brasilianer plötzlich allein – und explodierte förmlich. Mit 18 Toren und 14 Vorlagen war der 27-Jährige Berlins Topscorer und fast im Alleingang für die sofortige Rückkehr ins Oberhaus verantwortlich. Vor allem der linke Fuß des Mittelfeldspielers erwies sich als echte Waffe, bei Standardsituationen meist als eine mit ziemlicher Durchschlagskraft. Die Einstellung eines Erstligaspielers hat Ronny offenbar aber noch nicht – aus dem Heimaturlaub kam die Hertha-Hoffnung mit deutlich Übergewicht und fehlender Fitness zurück.

Hertha BSC -Training
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Ben Sahar (Hertha BSC)

Der Israeli Ben Sahar nutzte die Testspiele mit einigen Toren nachdrücklich als Eigenwerbung. Vergangene Saison mit nur zwei Treffern eher Mitläufer als Entscheidungsträger, könnte sich der 24-Jährige nun freistrampeln.

1899 Hoffenheim's Vestergaard celebrates his goal against FC Kaiserslautern during their German first soccer division relegation return match in Kaiserslautern
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Jannik Vestergaard (1899 Hoffenheim)
Irgendwie stand der junge Deutsch-Däne in der vergangenen Saison sinnbildlich für das Abschneiden seines Klubs: Eine ziemlich schwache Spielzeit wurde im Endspurt noch gerettet und mit einer starken Relegation gegen Kaiserslautern mit dem Klassenerhalt beendet. Im Rückspiel traf der 1,99-Meter-Hüne dabei sogar per Kopf zum vorentscheidenden 2:1. Die Stärke bei ruhenden Bällen ist nur eine Qualität des U21-Nationalspielers, auch am Boden ist der 20-Jährige bei Zweikämpfen kaum zu bezwingen. Dazu ist Vestergaard ein Teamleader. Trainer Markus Gisdol berief ihn in den Mannschaftsrat.

1899 Hoffenheim - Fototermin
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Patrick Schorr (1899 Hoffenheim)

Als völliger No-Name könnte auch der 18-Jährige Patrick Schorr (hintere Reihe, zweiter von rechts) durchstarten. Der 18-Jährige hat als Linksverteidiger gar keine so schlechten Chancen, die Position ist bei den Kraichgauern ziemlich dünn besetzt – und Coach Gisdol setzt auf die Jugend.

Bayer 04 Leverkusen - VfB Stuttgart
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Raphael Holzhauser (r., FC Augsburg)
Eine „Win-win-Situation“ nannte Augsburgs Manager Stefan Reuter den Transfer des jungen Österreichers. „Win“ für den FCA, weil der 20-Jährige während seiner einjährigen Leihzeit alle filigranen und durchschlagskräftigen Qualitäten seines linken Fußes in die Dienste des zweimaligen Fast-Absteigers stellt, „Win“ für den VfB Stuttgart, weil er mit mehr Erfahrung als bisher nur 21 Bundesliga-Einsätze zurückkommt. Der U21-Nationalspieler gilt allerdings als nicht ganz einfacher Charakter – ein mögliches Ausweichen auf den ungeliebten linken Flügel könnte der erste Rückschlag sein. Zumindest beim Ausführen der Standardsituationen ist Holzhauser aber schon die Nummer eins.

Die wirtschaftliche Kraft der Liga schlägt sich in den vergangenen Saisons auch immer stärker auf die Personalzusammensetzung der Spitzenteams nieder. Martinez kam, Barcelonas Jungstar Thiago Alcántara folgte, Weltstars wie Franck Ribéry oder Bastian Schweinsteiger blieben, Raúl gab ein Gastspiel auf Schalke und freundete sich mit Supertalent Julian Draxler an. Der schlug kürzlich erst Angebote internationaler Topklubs aus, um im Pott zu bleiben – darunter eine Offerte von Manchester City, die ihm angeblich über fünf Jahre 60 Millionen Euro Gehalt eingebracht hätte.

Den aufsehenerregendsten Transfer der jüngeren Vergangenheit landete Bayern München mit Mario Götze. Die Bayern kauften ihm dem BVB für 37 Millionen Euro ab. Damit blieb der Liga auch dieser Spieler erhalten – wenn auch aus Sicht der Borussen beim falschen Verein.

Für Philipp Kupfer, Director Business Development bei der Sponsoringberatung Repucom, war der Götze-Deal ein sinnvoller Transfer: „Bei Bayern geht es in dieser Saison darum, weiter zu Barcelona, Manchester United und Real Madrid aufzuschließen. Dazu brauchen sie Topspieler.“ Der Transfer zeige zudem den Unterschied, der trotz eines Champions-League-Finales auf Augenhöhe zwischen beiden Klubs bestehe. „Dortmund hat trotz der Erfolge der Vergangenheit das Problem, Leistungsträger abgeben zu müssen. Der Status des Klubs ist noch nicht so hoch wie der der Bayern“, sagt Kupfer mit Blick auf die Abgänge von Shinji Kagawa (Manchester United), Nuri Sahin, der zwischenzeitlich sein Glück bei Real Madrid suchte und nicht fand, und eben Götze.

Um den Abgang des Offensivspielers zu kompensieren und sich im internationalen Geschäft weiter zu etablieren, hat Dortmund in diesem Jahr erstmals in der jüngeren Vergangenheit tief in die Tasche gegriffen. Mit Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang hat der BVB zwei bereits international etablierte Fußballer für insgesamt ca. 40 Millionen Euro unter Vertrag genommen, dazu kam mit dem Bremer Innenverteidiger Sokratis Papastathopoulos ebenfalls ein gefragter Mann ins Ruhrgebiet. Damit habe der Klub nicht nur viel Geld in die Hand genommen, sondern auch gezielt Spitzenpersonal geholt, sagt Kupfer. „Das zeigt, dass sich Dortmund nun auf einem gewissen Niveau angekommen sieht.“

Watzke drosselt den Erwartungsdruck
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2 Kommentare zu "Saisonstart im Fußball: Die Bundesliga muss liefern"

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  • Die Bundesliga muss liefern.

    Die Erträge der 18 Bundesligisten haben sich von 2001/02 bis 2011/12 von einer Milliarde Euro auf 2,1 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.
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    Die Bundesliga muss ab-liefern.

    So steht alles und jeder für die Wirtschaft,den Steuern
    unter Lieferzwang.
    Und wer sich da alles dran gehangen hat seit den
    Zeiten,von und nach Fritz Walter,als Fußball noch
    Freizeitspaß war...Welche Rechte sich Medien,
    Berater,Werbung,Ausstatter gesichert haben.

    Transfersummen,welche die ganze Perversion des
    Kapitalismus aufzeigen.

    Aber die tumbe Masse zahlt für ihren Ersatzkrieg auf
    den Rasen..leider.
    Ich spiel da lieber mit Freunden im Park und am Strand
    Völkerball..Ganz ohne Holligans und destruktiven
    Frustrationserscheinungen.Kostenloser Spaß für viele.


  • Zitat : Die Bundesliga muss liefern

    - ich würde mal sagen, dass vor allem das vollmundige Trainermännchen in der Pflicht steht, zu liefern !

    Und so wie ich die Sache einschätze, handelt es sich bei dem um die gleiche Lieferantenqualität, wie beim FDP-Waisenknabe !

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