Fußball
Sammer liebäugelt mit Sportdirektor-Amt beim DFB

Matthias Sammer hat sich selber als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund ins Gespräch gebracht. "Das ist sicherlich interessant", sagte der Ex-Coach des VfB Stuttgart im Hinblick auf den vakanten Posten.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kann die anhaltende Diskussion um einen Sportdirektor womöglich bald ad acta legen. Matthias Sammer hat sich im Hinblick auf den vakanten Posten beim DFB ins Gespräch gebracht. Der 37-Jährige, der erst vor kurzem nach nur einer Saison beim VfB Stuttgart entlassen worden war, signalisierte durchaus Interesse an dem Amt.

"Es gilt festzustellen, welche Aufgabenbereiche anliegen und ob ich mich damit identifizieren kann. Ich sehe meine Zukunft zwar eher im Trainerbereich, aber klar ist: Wenn die Inhalte vereinbar sind mit meiner persönlichen Denkweise, dann ist das sicherlich interessant", sagte der Ex-Nationalspieler der Sport-Bild. Er hätte bei der Führung des Trainerstabs kein Problem, so Sammer: "Die Ausbildung aus der DDR, mit etwas Vernunft angepasst. Das wäre gut."

Bierhoff sieht in Sammer eine "gute Alternative"

Auch Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff kann sich seinen ehemaligen Kollegen aus der DFB-Auswahl, mit dem er 1 996 Europameister wurde, durchaus als "gute Alternative" vorstellen: "Er ist ein junger Trainer mit einem großen Namen, der über absolutes Fachwissen und Erfahrung in der Bundesliga verfügt. Wir müssten uns zusammensetzen und überlegen, ob seine Philosophie mit unserer übereinstimmt."

Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Bierhoff hatten zunächst Berti Vogts als DFB-Sportdirektor favorisiert. Der ehemalige Bundestrainer sagte jedoch ab. Ebenso hatte Ottmar Hitzfeld zuletzt signalisiert, dass für ihn der Job nicht in Frage käme. Die ebenfalls als Kandidaten gehandelten Hans Meyer, Klaus Sammer und Eduard Geyer spielen keine Rolle.

Sammer entspricht dem Anforderungs-Profil

Matthias Sammer, der als Bundesligacoach in Dortmund und Stuttgart gearbeitet hat, würde das Anforderungsprofil des Verbandes erfüllen. Der DFB sucht einen Chef des Trainerstabs, der auch verantwortlich für die Nachwuchsförderung ist und der zumindest übergangsweise den Posten des Bundestrainers übernehmen könnte, falls Klinsmann nach der WM 2006 zurücktreten sollte. Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger würde den Posten zudem am liebsten mit einem Trainer aus Ostdeutschland besetzen.

Im Herbst soll eine Entscheidung über den künftigen DFB-Sportdirektor fallen. Der soll auf jeden Fall einen langfristigen Vertrag beim Verband unterschreiben, um kontinuierliche Aufbauarbeit zu gewährleisten.

© SID

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