Fußball
Schaaf: "Wir haben noch alle Möglichkeiten"

Nach der 1:2-Niederlage bei Panathinaikos Athen sprach Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf im aktuellen Interview über die Aussichten seiner Mannschaft und die Niederlage in der griechischen Hauptstadt.

Zwei Spiele, zwei Niederlagen. Die Bilanz von Werder Bremen in der diesjährigen Champions League fällt bisher mager aus. Nach dem Spiel in Athen (1:2) stellte sich Übungsleiter Thomas Schaaf zum Interview.

Frage: "Zwei Spiele, zwei Niederlagen - ist Werder Bremen in dieser Saison nicht gut genug, um in der Champions League zu bestehen?"

Thomas Schaaf: "Wir waren in den ersten zehn Minuten nicht richtig da und sind dafür hart bestraft worden. Aber danach gab es genug Möglichkeiten, um das Spiel noch zu drehen. Unsere Situation ist natürlich nicht besser geworden, uns fehlen jetzt drei Punkte. Aber meine Mannschaft ist stark genug, sich in den kommenden Spielen besser zu behaupten."

Frage: "Die eklatanten Abwehrschwächen sind aber nicht neu. Woran liegt es, dass dem Gegner das Toreschießen häufig so leicht gemacht wird, auch in der Bundesliga?"

Schaaf: "Dass es in der zweiten Halbzeit mehrere Torchancen für den Gegner geradezu geben musste, hat mit den von uns vorgenommenen offensiven Wechseln zu tun. Wenn man vorne volles Risiko geht, tun sich hinten zwangsläufig Lücken auf. Trotzdem ärgere ich mich, dass wir in der Defensive mehrfach zu spät waren. Und wenn dann noch Fehler passieren, fallen Tore fast zwangsläufig."

Frage: "In der Bundesliga können die Stürmer häufig solche Patzer durch Tore kompensieren, in der Champions League bislang nicht. Gibt es auch in der Offensive ein Leistungsdefizit?"

Schaaf: "Spiele werden immer gemeinsam gewonnen oder verloren. Wir hatten gegen Athen unsere Chancen und haben nur eine davon genutzt, auch das hat natürlich zu der Niederlage beigetragen. Erfreulich ist, dass wir uns regelmäßig unsere Möglichkeiten erarbeiten, aber die Trefferquote muss eben auch noch besser werden, ob in der Bundesliga oder in der Champions League."

Frage: "Am Ende der ersten Halbzeit sah es so aus, als könne Werder das Ergebnis noch drehen, nach dem Seitenwechsel jedoch verlor das Team den Faden. Haben Ihre Spieler zu früh die Brechstange ausgepackt?"

Schaaf: "Nein, das sehe ich nicht so. Die Aktionen wurden zum Ende hin unruhiger, aber das ist so, wenn man alles auf eine Karte setzt. An fehlender Moral hat es auch nicht gelegen, der Wille zum Engagement war immer da. Und noch haben wir alle Möglichkeiten, sogar noch auf den zweiten Platz."

© SID

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