Schärferes Vorgehen gefordert
Wirtschaft befürchtet Riesenschaden durch WM-Markenpiraten

Die deutsche Wirtschaft rechnet bei der Fußball-WM im nächsten Jahr mit Millionenschäden durch Markenpiraten und verlangt ein schärferes Vorgehen von Justiz und Politik gegen Fälscher.

HB HAMBURG. Doris Möller, Vorstandsmitglied des Aktionskreises gegen Produktpiraterie, sagte der "Bild am Sonntag", der Zoll habe bereits in den vergangenen Monaten deutlich mehr gefälschte Fan-Artikel sichergestellt als sonst. "Wir sind überzeugt: Wenn das Geschäft mit der WM richtig beginnt, wird der Schaden für die Unternehmen in die Millionen gehen."

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, rief Politik und Justiz zu einem harten Durchgreifen auf. "Markenfälschungen gefährden Arbeitsplätze", sagte er der Zeitung. Von der Bundesregierung forderte er, die Rechte von Markeninhabern zu stärken und eine entsprechende EU-Richtlinie umzusetzen.

Gregor Lentze, Marketingchef des Fußball-Weltverbandes Fifa in Deutschland, sagte: "Markenpiraterie ist für uns ein Riesen-Problem, da sie die Finanzierung der WM durch Sponsoren untergraben kann. Der potenzielle Schaden liegt im zweistelligen Millionenbereich." Zur WM 2002 in Japan und Südkorea seien 3,2 Millionen gefälschte Produkte beschlagnahmt und vernichtet worden.

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