Schalke 04
Magath spielt Weihnachtsmann, Neuer nicht

Schöne Bescherung für Schalkes Profis: Nach dem Pokalsieg in Augsburg verlängert Trainer Magath den Urlaub. Auf Schalke ist spätestens jetzt wieder vieles im Lot und der Schalke-Macher sieht sich in seinem radikalen personellen Umbruch bestätigt. Nur Manuel Neuer trübte ein wenig die Stimmung: Nicht nur, dass er eine schnelle Vertragsverlängerung ausschloss. Auch einen vorzeitigen Wechsel wollte der Nationaltorhüter nicht ausschließen.
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dpa AUGSBURG. Nach der schönen Bescherung im DFB-Pokal fiel es Felix Magath leicht, in der Schalker Kabine den Weihnachtsmann zu spielen. "Wir alle zusammen haben uns ein paar freie Tage mehr erarbeitet", verkündete der Trainer nach dem mühseligen 1:0-Erfolg des Fußball-Bundesligisten im Achtelfinale beim Zweitliga-Primus FC Augsburg und ergänzte verschmitzt: "Es haben sich alle gefreut, dass sie mich erst am 2. Januar wiedersehen."

Nach der 0:5-Klatsche in Kaiserslautern hatte Magath erzürnt den Urlaub bis zum 27. Dezember verkürzt, aber der fulminante Jahresendspurt mit fünf Pflichtspielsiegen stimmte "Quälix" doch noch gnädig. "Die Mannschaft hat sich das verdient durch die Auftritte in den letzten Wochen", begründete Magath sein Weihnachtspräsent.

Ein vorzeitig verlängerter Vertrag von Manuel Neuer wird dagegen garantiert nicht auf dem königsblauen Gabentisch liegen. "Geschenke wird es vor Weihnachten nicht geben", sagte der Nationaltorhüter. Er widersprach auch seinem Trainer, der einen Wechsel des Torhüters vor Vertragsablauf 2012 ausgeschlossen hatte: "Das kann ich so nicht unterschreiben", meinte Neuer. Das Thema wird auch 2011 brisant bleiben. "Ich konzentriere mich nur auf meine Leistung", sagte Neuer.

Seine war auch in Augsburg makellos. Vor dem späten Siegtor von Jefferson Farfán (84. Minute) bewahrte Neuer den Favoriten bei der größten FCA-Torchance durch Tobias Werner vor einem Rückstand (65.). Ohnehin waren die letzten 90 Arbeitsminuten der Schalker Profis im Jahr 2010 alles andere als ein Ruhmesblatt. "Augsburg war ebenbürtig, wir sind ein glücklicher Sieger", räumte Magath aufrichtig ein.

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