Schalke feuert den Trainer
Keller muss Di Matteo weichen

2012 wurde Jens Keller Trainer von Schalke. Von Anfang an galt der Schwabe als angezählt. Nun hat der Gelsenkirchener Stadtteilklub den Trainer entlassen. Kellers Nachfolger ist ein Champions-League-Sieger.
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BerlinDer FC Schalke 04 hat Chefcoach Jens Keller und dessen Trainerteam mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Zugleich gab Schalke die Verpflichtung von Roberto Di Matteo als Nachfolger bekannt. Der Schweizer erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017, hieß es in einer Mitteilung des Fußball-Bundesligisten am Dienstag.

Gegen den Londoner Stadtteilklub, mit dem Di Matteo die Champions League gewann, wird der FC Schalke in der aktuellen Champions-League-Saison noch zum Rückspiel antreten. Das Hinspiel an der Stamford Bridge ging unter Keller 1:1 unentschieden aus – was den Schalkern und ihrem Trainer noch als Achtungserfolg angerechnet worden war.

Seitdem gibt es Diskussionen um den 43-Jährigen. Zwischenzeitlich versuchte Schalke-Manager Horst Heldt bereits, Keller durch einen neuen Fußballlehrer zu ersetzen. Doch offenbar konnte lange Zeit kein bereitwilliger Nachfolger aufgetrieben werden. Zumindest in der vergangenen Saison gab es auch auf Schalke – abgesehen von diversen Debakeln in der Champions League – keinen wahren Anlass für einen Trainerwechsel: Die Königsblauen beendeten die Saison als drittbeste Kraft hinter Bayern München und Borussia Dortmund. Tatsächlich gelang dem Keller-Team die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte.

Doch in der aktuellen Spielzeit hat Schalke den Saisonauftakt verpatzt – trotz des emotionalen Derbysieges gegen die Dortmunder Borussia. Zuletzt verloren die „Knappen“ gegen die TSG Hoffenheim. Aktuell steht Schalke mit acht Punkten aus sieben Spielen auf dem elften Tabellenplatz. Damit stehen die Gelsenkirchener immerhin zwei Plätze vor dem Revierrivalen Borussia Dortmund, wo allerdings nicht der leiseste Hauch einer Trainerdiskussion zu vernehmen ist.

Nach dem Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals und nach dem enttäuschenden Unentschieden in der Champions League gegen den slowenischen Meister Maribor hat Schalkes Vereinsboss Clemens Tönnies offenbar Handlungsbedarf gesehen. „Wir werden analysieren, woran es liegt und treffen dann die notwendigen Entscheidungen“, hatte der Aufsichtsratsvorsitzende am Montag der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ gesagt. Die Analyse hat dann wohl letztendlich Keller als Hauptverantwortlichen für die Misere ausgemacht.

Keller selbst hatte am Sonntagabend in einer TV-Sendung festgestellt. „Ich freue mich, ich bin gerne Trainer bei Schalke. Wir haben zweimal die Champions League erreicht. Viele Trainer beneiden mich für diesen Job.“ Sein Vertrag war im Mai 2013 um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2014/15 verlängert worden.

Schalkes Trennung vom 43-Jährigen, der im Dezember 2012 das Cheftrainer-Amt der Königsblauen als Nachfolger des Niederländers Huub Stevens übernommen hatte, bedeutet die zweite Trainer-Entlassung in der laufenden Bundesliga-Saison. Als erster Coach hatte Mirko Slomka seinen Posten beim Hamburger SV räumen müssen.

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  • Ich als Vollblut-Schalker muss doch ganz ehrlich sagen, dass mir das zu schnell geht.

    Warum denn in dieser Phase?
    Letztes Jahr standen wir in der Hinrunde auch nicht viel besser da und was folgte?
    Die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte, der 3. Platz und die damit verbundene direkte Qualifikation für die Champions League.
    Vielleicht sollte man die Kollegen Heldt und Tönnies mal zur Verantwortung ziehen.

  • Für Keller tuts mir leid. ALs Dortmunder freu ich mich natürlich trotzdem, Denn mit der Vereinspolitik wird das mit Schalke nie was. Und das ist gut so!

  • "Wir werden analysieren, woran es liegt und treffen dann die notwendigen Entscheidungen“. Nun, das machen die Verantwortlichen der Schalker im Schnitt alle 24 Monate mit dem Ergebnis, dass wieder ein Trainer fliegt. Mich wundert es nicht, dass der Verein so hoch verschuldet ist, wenn man alleine die Abfindungen für Trainerentlassungen zusammenrechnet. Hinzu kommt noch eine negative Transferbilanz: Mittelmäßige Spieler werden für viel Geld eingekauft, mit Millionengehältern ausgestattet um sie dann anschließend wieder für'n "Appel und'n Ei" zu verhökern. Kein Wunder, wenn man sieht, dass auch die 2.te Mannschaft des FC Schalke in der Regionalliga regelmäßig gegen den Abstieg spielt. Woher soll eigentlich die breite Basis kommen, um die Profimannschaft aus dem eigenen Saft mit starken Nachwuchsspielern zu füttern? Ziel müsste es sein die 2te Mannschaft in der 3. Liga und eine U23 oder weiß der Geier in der Regionalliga kicken zu lassen, um eine breitere Basis für eine positive Transferbilanz und vielleicht auch für eine dte. Meisterschaft in der Bundesliga zu schaffen. In meinen Augen ist die Vereinsführung, besonders der Manager, absolut inkompetent. Wenn selbst erfolgreiche Trainer wie Heynckes, Magath, Stevens auf Schalke gescheitert sind, wieso erhofft man sich jetzt von di Matteo den großen Schub? Bedauerlicherweise lassen sich die Schalker Fans immer sehr schnell mit einem Beruhigungszäpfchen in Form eines namhaften Nachfolger beruhigen, so dass sich der Manager wie Pilatus die Hände in Unschuld waschen kann.So kann es nicht funktionieren.Konzeptlosigkeit und eine toxische Ungeduld beherrschen den FC. Schalke 04 seit Jahren.

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