Scharfe Vorwürfe des ehemaligen Kamerun-Trainers
Schäfer: "Togo braucht einen Aufpasser"

Der ehemalige Kamerun-Trainer Winfried Schäfer hat scharfe Vorwürfe gegen Togos Fußball-Verband erhoben. Schäfer wurde nach dem Rücktritt von Otto Pfister als Kandidat für Togos Nationaltrainer gehandelt.

Der einstige Bundesligatrainer Winfried Schäfer hat schwere Vorwürfe gegen den Fußball-Verband aus Togo erhoben. "Die Verantwortlichen bei Togo sind völlig zerstritten. Außerdem bräuchte so ein Land zum eigenen Schutz eigentlich einen Aufpasser - einen vom Weltverband Fifa abgestellten Manager, damit die Gelder dort nicht in irgendwelchen Quellen versickern", so Schäfer zum Sport-Informations-Dienst (sid) nach der geplatzen Einigung mit dem WM-Neuling und der überraschenden Rückkehr von Otto Pfister .

Schäfer zeigte sich sogar erleichtert, dass es zwischen ihm und dem Verband schließlich zu keiner Einigung gekommen ist. "Als ich gehört habe, dass es Otto Pfister doch macht, habe ich nur gedacht: Gott sei Dank! Ich hätte es zu dem Zeitpunkt sowieso nicht mehr gemacht. Da ist der Präsident Rock Gnassingbe, der mich gerne als Nationaltrainer verpflichtet hätte und andere, die an seinem Stuhl sägen", erklärte der 57-Jährige und wünschte dem gebürtigen Kölner Pfister zugleich viel Glück: "Ich finde es gut, dass er zurück ist. Es ist seine WM."

Schäfer will Togo-Spiel nicht live anschauen

Schäfer, der sich als Helfer angeboten hatte, wollte sich das Debüt von Togo bei der Fußball-WM am Dienstag gegen den WM-Vierten Südkorea nicht im Stadion in Frankfurt/Main anschauen. "Ich werde mir noch einige Spiele bei der WM angucken, aber das nicht", sagte Schäfer, der bei der WM vor vier Jahren mit Kamerun in der Vorrunde unter anderem an Deutschland gescheitert war: "Ich habe jetzt Urlaub, und den kann ich auch gebrauchen."

Pfister hatte überraschend in der Nacht zum Samstag wegen des ungeklärten Prämienstreites zwischen Spielern und Verband eigentlich fristlos gekündigt, kam aber genauso überraschend wieder, nachdem er und Togo sich am Montag über eine Rückkehr verständigt hatten.

Daraufhin war Pfister mit dem Zug von seiner Familie aus der Schweiz nach Deutschland zurückgereist und am Montagabend im Mannschaftshotel in Frankfurt/Main eingetroffen. Neben Südkorea treffen die "Sperber" in der Vorrundengruppe G auf die Schweiz und Ex-Weltmeister Frankreich.

© SID

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