„Scheingeschäfte“ in WM-Affäre? DFB droht Millionen-Nachzahlung

Laut verschiedenen Medienberichten wird der DFB im Zuge der WM-Affäre zur Kasse gebeten. Bis zu 25 Millionen Euro sollen die Steuernachzahlungen betragen. Der Fußball-Band befindet jene Forderung als „ungerechtfertigt“.
Update: 09.03.2017 - 20:56 Uhr 1 Kommentar
Der DFB sieht sich neuen Vorwürfen gegenüber. Quelle: dpa
DFB-Präsident Reinhard Grindel

Der DFB sieht sich neuen Vorwürfen gegenüber.

(Foto: dpa)

Frankfurt/MainIn der Affäre um die WM 2006 drohen dem Deutschen Fußball-Bund laut Medienberichten Steuernachzahlungen von geschätzt bis zu 25 Millionen Euro. Die „Süddeutsche Zeitung“, WDR und NDR sowie die „Bild“-Zeitung haben enthüllt, dass die Steuerfahndung des Finanzamtes Frankfurt dem DFB vorwirft, den Fiskus bei der Rückzahlung eines ominösen Darlehens von 6,7 Millionen Euro an den früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus bewusst getäuscht zu haben. Die Medien zitierten aus einem Zwischenbericht der Steuerfahndung vom 24. Januar 2017, in dem von „Luftbuchungen“ und „Scheingeschäften“ die Rede ist.

Der Verband bestätigte am Donnerstagabend, dass es einen solchen Zwischenbericht gibt und kündigte eine Stellungnahme gegenüber den Finanzbehörden an. „Die vorläufige Bewertung der Finanzverwaltung wird von den Fachanwälten des DFB nicht geteilt“, heißt es in einer Erklärung. „Bislang hat die Finanzverwaltung keine geänderten Steuerbescheide erlassen. Weder die Finanzverwaltung noch die Staatsanwaltschaft haben ihre Ermittlungen abgeschlossen, sondern bislang nur vorläufige Bewertungen vorgenommen.“

Die ominösen 6,7 Millionen Euro stehen bereits seit der Enthüllung der WM-Affäre im Zentrum des gesamten Skandals. Auch der Untersuchungsbericht der Kanzlei Freshfields bestätigte vor einem Jahr, dass Franz Beckenbauer als Chef des WM-Organisationskomitees (OK) im Jahr 2002 eine solche Summe von Louis-Dreyfus erhalten habe. Das Geld floss anschließend auf ein Konto in Katar weiter, das einer Firma des früheren FIFA-Funktionärs Mohamed bin Hammam gehörte.

Auch die Steuerfahnder haben den Medienberichten zufolge noch keine Belege dafür gefunden, dass der Millionenbetrag im Vorfeld der WM-Vergabe als Schmiergeld verwendet und die Weltmeisterschaft 2006 damit gekauft worden sei. Sicher ist aber, dass der DFB die 6,7 Millionen Euro 2005 über den Weltverband FIFA an Louis-Dreyfus zurückzahlte und diese Überweisung in seiner Steuererklärung als Kostenbeitrag zu einer WM-Gala verbuchte, die jedoch nie stattfand.

Verlust der Gemeinnützigkeit droht
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1 Kommentar zu "„Scheingeschäfte“ in WM-Affäre?: DFB droht Millionen-Nachzahlung"

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  • Darum hat ja die CDU die Macht beim DFB übernommen, damit die Betrügereien straffrei ausgehen, Schäuble kennt ja die Wege wie man eine Klage lange liegen läßt u. nicht bearbeitet, für Schwarzgeld haben wir genügend legale Steueroasen

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