Schlechte Nachrichten im Stundentakt
Juventus-Trainer wechselt zu Real Madrid

Fabio Capello ist als Trainer des schwer angeschlagenen italienischen Fußball- Rekordmeisters am zurückgetreten. Das teilte der tief in den italienischen Fußball-Skandal verstrickte Verein ohne Angabe von Einzelheiten mit. Damit ist für Capello, der zwei Jahre bei „Juve“ war, der Weg frei: Es wird erwartet, dass er als Trainer zu Real Madrid zurückkehrt.

HB DÜSSELDORF. Die schlechten Nachrichten kamen für „Juve“ heute im Stundentakt: Erst kurz vor Bekanntwerden des Capello-Abgangs hatte der Chef-Ankläger im Prozess um Spiel-Manipulationen in Rom den Zwangsabstieg für den Rekordmeister gefordert. Der Verein solle in die dritte Liga (Serie C) oder noch tiefer angesiedelt werden. Außerdem sollen ihm die beiden letzten Meistertitel abgesprochen werden, verlangten die Ankläger. Capello hatte bereits von 1996-97 Real trainiert und die „Galaktischen“ damals zum Titelgewinn geführt, bevor er zu AC Mailand, Roma und „Juve“ wechselte.

Die „Vecchia Signora“ (Die große alte Dame) Juventus muss nun nach einem Coach Auschau halten - während den Verein gleichzeitig die Sorge umtreibt, dass im Zuge des Skandals nun auch namhafte Spieler das Weite suchen. Als Nachfolger ist der Franzose und Ex-Juventus- Spieler Didier Deschamps im Gespräch, heißt es in Turin. Ebenfalls im Gespräch seien Alberto Zaccheroni, der gegenwärtg keinen festen Job hat, und Roberto Donadoni.

Die Zeitung „La Gazzetta dello Sport“ hatte bereits unlängst spekuliert, im Schlepptau von Capello wollten auch einige Spieler mit zu Real wechseln. Unter anderem hatte das Blatt die Nationalspieler Fabio Cannavaro und Gianluca Zambrotta genannt. Auch Emerson ziehe es zu Real. Pavel Nedved hatte für den Fall des Zwangsabstiegs dagegen bereits angeblich das Karriereende angekündigt.

Die Franzosen David Trezeguet, Patrick Viera und Lilian Thuram seien ebenfalls auf dem Absprung, hieß es. Fraglich sei lediglich noch, ob auch Nationaltorhüter Gianluigi Buffon das Weite suche, hatte die Zeitung spekuliert. Dagegen hatte Kapitän Alessandro del Piero von Treu und Redlichkeit gesprochen: „Ein Kavalier verlässt seine Dame nicht“, hatte Del Piero bei seiner jüngsten Vertragsverlängerung gesagt.

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