Schlussoffensive der Asiaten kam zu spät
Japans altes Leiden

Mexiko hat mit einem verdienten 2:1 (1:1)-Erfolg über Japan den wichtigen Grundstein für das Erreichen des Halbfinals beim Confederations Cup 2005 gelegt. Die Lateinamerikaner mussten sich im WM-Stadion Hannover den Sieg in dem auf mäßigem Niveau stehenden ersten Spiel der Vorrundengruppe B über den Asienmeister allerdings hart erarbeiten. Die Elf von Nationaltrainer Zico, der vor dem Turnier selbstbewusst von einem möglichen Turniersieg gesprochen hatte, konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen und scheiterte einmal mehr an ihrer Offensivschwäche.

HB HANNOVER. Mexikos Trainer Ricardo La Volpe zeigte sich nach dem Auftakterfolg natürlich zufrieden. „Japan ist gut gestartet und hat uns mit dem vorgelegten Tempo überrascht. Aber die Mannschaft hat zulegen können, die Kontrolle zurückgewonnn und letztlich über weite Strecken das Spiel bestimmt.“ sein Gegenüber Zico räumte ein, dass sein Team die Mexikaner zu keine Zeit wirklich in den Griff bekommen konnte. „Aber sie stehen ja auch nicht umsonst unter den Top-Ten der Fifa-Weltrangliste“, sagte der japanische Coach und trauerte dann doch einem in der Schlussphase durchaus möglichen Remis hinterher: „Der Ausgleich war möglich, aber wir haben das Ding einfach nicht reinbekommen.“

Dabei hatte die Partie für die Asiaten optimal begonnen. Nach einer Flanke von Kaji traf Yanagisawa schon nach zwölf Minuten zur frühen Führung. Das Tor passte bestens in die Taktik, die Zico seiner Elf mit auf den Weg gegeben hatte: Vor einer Dreier-Abwehrkette agierten gleich vier defensive Mittelfeldspieler, die sich als Abfangjäger betätigten. Vor allem die beiden offensiven Nakamura und Ogasawara, aber auch über den sichtlich einsatzfreudigen, aber manchmal viel zu eigenwilligen Superstar Hidetoshi Nakata ging es dann immer wieder schnell in die Spitze, wo Yamagisawa den Alleinunterhalter gab.

Die Kicker aus dem Land der Azteken, bei denen verletzungsbedingt mit Rafael Marquez der Kopf der Mannschaft fehlte, wirkten nach dem Rückstand geschockt. Zwar blieben sie die optisch überlegen, doch ihre zu einfallslosen Angriffsbemühungen blieben regelmäßig in dem dichten Defensivnetz der einsatzfreudigen Asiaten hängen.

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