Schlussspurt in Liga 2
Düsseldorf in der Relegations-Runde

Düsseldorf bekommt die große Chance auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga: Ein 2:2-Unentschieden gegen Duisburg reichte den Rheinländern, um Platz 3 zu verteidigen. Am Donnerstag muss die Fortuna nach Berlin.
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DüsseldorfHerbstmeister Fortuna Düsseldorf hat sich am letzten Zweitliga-Spieltag die Teilnahme an der Relegation zum Aufstieg in die Bundesliga gesichert. Nach dem 2:2 (2:2) am Sonntag vor 51 000 Zuschauern in der ausverkauften Esprit-Arena gegen den Nachbarn MSV Duisburg darf Düsseldorf 15 Jahre nach dem Abstieg wieder vom Fußball-Oberhaus träumen. Für Düsseldorf erzielten Oliver Fink (18. Minute) und Assani Lukimya (21.) die Tore, die Gästetreffer schossen Maurice Exslager (8.) und Jürgen Gjasula (27.).

Im Duell der Verfolger setzte sich der FC St. Pauli Hamburg gegen den SC Paderborn mit 5:0 durch. Die Hanseaten zogen zwar nach Punkten mit Düsseldorf gleich, konnten die Fortuna wegen des schlechteren Torverhältnisses aber nicht mehr von Platz drei verdrängen. In den Relegationsspielen trifft die Fortuna am kommenden Donnerstag und am 15. Mai auf Hertha BSC.

Die Duisburger, denen der Klassenerhalt zuvor schon gelungen war, leisteten dem Nachbarn keine Schützenhilfe. Vielmehr nahmen die Gäste zunächst das Heft in der Hand und schockten den Fortuna-Anhang in der 8. Minute mit dem 1:0 durch Exslager, der völlig frei stehend von Daniel Brosinski angespielt wurde und den Ball unbehelligt ins untere linke Eck drosch.

Die unter Druck stehenden, nervös agierenden Düsseldorfer konnten in der 18. Minute kontern und durch Fink nach schöner Hereingabe von Thomas Bröker ausgleichen. Vier Minuten später brachte Lukimya nach einer Verlängerung von Fink die Gastgeber sogar 2:1 in Führung und die Duisburger emotional auf die Palme. Nach heftigen Wortgefechten mit Referee Knut Kircher erhielt Exslager wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte.

Die Düsseldorfer dominierten nach dem Platzverweis das Geschehen, doch die dezimierten Gäste blieben gefährlich. Allerdings hatten sie beim 2:2 durch Gjasula auch etwas Glück: Bei seinem Freistoß aus 18 Metern wurde der Ball von der Fortuna-Mauer abgefälscht und unhaltbar an Düsseldorfs Keeper Michael Ratajczak vorbeigelenkt.

Nach dem Wiederanpfiff waren fast nur die Fortunen am Drücker, hatten aber Mühe, sich gegen die weiter unermüdlich kämpfenden Duisburger Chancen zu erarbeiten. Zudem konnten die Düsseldorfer hochkarätige Möglichkeiten durch Bröker (70.) und Fink (71.) nicht mehr nutzen.

Der Karlsruher SC, der am 34. Spieltag Aufsteiger Eintracht Frankfurt mit 1:0 (1:0) besiegte, kämpft am 11. und 14. Mai gegen Drittligist SSV Jahn Regensburg um den Klassenverbleib. Als zweiter direkter Absteiger nach Hansa Rostock steht seit Sonntag Alemannia Aachen fest. Dem Traditionsclub nutzte am letzten Spieltag auch ein 2:1 (2:1) bei 1860 München nichts mehr.

Den Meistertitel holte die SpVgg Greuther Fürth, die bei Schlusslicht Rostock 2:2 (1:0) spielte. Der FC St. Pauli fertigte zwar den SC Paderborn mit 5:0 (2:0) ab, musste sich aber im Fernduell mit Düsseldorf um den Relegationsplatz wegen der knapp schwächeren Tordifferenz geschlagen gebe

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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